Keinen Bock auf Schlange stehen?
28. August 2014, 12:15
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dönerspiess2

Dann besorg dir deine Eintrittskarte zum VeggieFest am 27.09. bereits im Vorverkauf!

Unter http://www.solingen-live.de/?142445 ist das problemlos und bequem online möglich.

Wir werden auf jeden Fall eine separate VVK-Schlange einrichten, so dass ihr schneller in die Halle kommt :-)



7. Vegan-Vegetarisches Sommerfest in Berlin
26. August 2014, 07:45
Filed under: News | Schlagwörter: , , ,

vebu

Berlin feiert vom 29. bis 31. August!
An rund 70 Info-, Gastro- und Verkaufsständen warten internationale Leckereien, vegane Bio- und Rohkost-Spezialitäten, tierversuchsfreie Kosmetik, Mode sowie lederfreie Accessoires auf die Besucher.

© VEBU Vegetarierbund Deutschland _Vegan-Vegetarisches Sommerfest_ Besucher_3

Interessierte können sich bei Organisationen wie ‘Sea Shepherd’, ‘Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt’, ‘VEBU’,’Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg’ und vielen weiteren über die Themen Tierschutz und Tierrechte, Umwelt sowie Ernährung und Gesundheit umfassend informieren. Im Kongresszelt werden Vorträge und Workshops angeboten. Auf der Bühne gibt es ein Musik- und Showprogramm und ein betreutes Kinderprogramm sorgt für Spaß bei den jüngsten Gästen.

Was: Vegan-Vegetarisches Sommerfest
Wann: Freitag, 29. August, bis Sonntag, 31. August 2014
Freitag, 29. August 2014, 12.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 30. August 2014, 10.00 bis 20.00 Uhr
Sonntag, 31. August 2014, 12.00 bis 19.00 Uhr
Wo: Alexanderplatz, 10178 Berlin
Info: http://www.veggie-sommerfest.de

Foto: © VEBU Vegetarierbund Deutschland



Die erste vegane Flusskreuzfahrt – so war’s
25. August 2014, 21:40
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Rhein

Vom 20. bis 23. August ging es von Köln nach Basel auf die erste rein vegane Flusskreuzfahrt – und Kochen ohne Knochen war dabei.

Erstaunlich war schon bei der Einschiffung in Köln, direkt an der Altstadt, das bunte Bild auf Deck: nicht das bei solchen Fahrten übliche gutsituierte Rentnerpublikum stand da, sondern ein buntes Völkchen zwischen 20 und 70, von der Irokesenrägerin über bunt Tätowierte und Familien mit Kindern bis zum eher den Erwartungen entsprechenden Ruheständler. Um 18 Uhr hieß es „Leinen los!“, Köln und Bonn zogen an den Fenstern vorbei, während im Salon das erste Abendessen serviert wurde und die Küchencrew ihre Feuerprobe zu bestehen hatte. Denn Veganer sind nunmal „Foodies“, und wenn das Essen schon im Vordergrund steht, muss genau das auch stimmen. Unter Aufsicht und Anleitung von Kristina und Gerrit Mohr vom Catering-Team „untervegs“ werkelte in den Tiefen des Schiffes die gewohnte Mannschaft und musste so einige neue Tricks lernen. Die Feuerprobe bestand das Küchenteam, das sich vom Berliner Vegan-Spitzenkoch und Kochbuchautor Björn Moschinski („Mio Matto“) beraten ließ, mit Bravour, und auch der – natürlich vegane – Hauswein schmeckte.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, wenn man um 6 Uhr die Vorbeifahrt an der Loreley vom wenig sonnigen Sonnendeck aus genießen wollte, die luxuriösen Kabinen der „Amadeus Silver“ boten jedoch – die richtige (linke) Seite des Schiffs vorausgesetzt, den Luxus, durch die deckenhohen Fenster auch aus dem Bett heraus die malerische Landschaft genießen zu können. Das erste Frühstücksbüffet war dann so reichhaltig wie alle weiteren – verhungern, das war schnell klar, würde auf diesem Schiff ausnahmsweise mal kein vegan lebender Mensch. Das Alleinstellungsmerkmal der Fahrt war also geglückt: „Pflanzenfresser“ ausnahmsweise mal nicht als Bittsteller mit nervigen Sonderwünschen abzufertigen, sondern alles – inklusive der Seife in den Kabinen – auf deren Bedürfnisse auszurichten. Am Vormittag war dann in Rüdesheim eine interessante Exkursion zu einem veganen Winzer geboten, bevor schon wieder gegessen werden „musste“, Kaffee und Kuchen bald darauf nicht zu vergessen, und dann auch schon wieder Abendessen … Ein gewisses Völlegefühl „plagte“ schon jetzt so manchen Reisenden, und die vegane Cocktailkarte in der Panoramabar lockte auch noch …

Als Abendprogramm wurde Marc Pierschels Dokumentarfilm „Live and let live“ über die vegane Ideenwelt aufgeführt, dem sich eine Talk-Runde mit Björn Moschinski anschloss, bei der dieser über seinen Werdegang erzählte, sein Engagement für Tierrechte und die Arbeit in seinem Berliner Restaurant. Es folgte gegen Mitternacht eine Kochshow des dreadlockigen Berliners, und als Überraschung gab es für die Mitreisenden eine vegane Weltpremiere: Moschinski hatte zur Vorpremiere kiloweise eines neuentwickelten veganen Kasslers aufs Schiff bringen lassen. Ein erstaunlich „echtes“ Esserlebnis – selbst für eingefleischte Tieresser gibt es bald keinen Grund mehr, aus Geschmacksgründen auf Geschlachtetes zurückgreifen zu müssen. Nach der späten Mahlzeit musste Moschinski dann noch auf dem kalten Sonnendeck seinen Beitrag zum „Icebucket“-Contest absolvieren: auf Einladung seines Freundes Tim Bendzko bekam er für eine gute Sache einen Kübel Eiswasser über den Kopf gekippt.

Am nächsten Tag stand Straßburg auf dem Programm: eine kulturell interessante Stadt, die allerdings mt dem Makel des ganzen Elsass geschlagen ist: monströse Fleischplatten auf Sauerkraut gelten hier als Delikatesse, ebenso wie die Barbarei der Gänseleberpastete, und entsprechend „tot“ präsentiert sich das kulinarische Angebot. Wer Deutschland für eine vegane Diaspora hält, war noch nie in Frankreich … Immerhin, mit „Un Fleur des Champs“ wurde ein Restaurant gefunden, das zumindest vegane Gerichte anbietet – und parallel Fisch! Verstehe einer diese Franzosen … Zurück auf dem Schiff ging die Völlerei weiter, es war schon der letzte Abend an Bord, so dass sich die Küche noch ein kleines bisschen mehr Mühe gab und fünfgängig brillierte. Schon während des Essens ging Annette Klietz vom Kölner Veganshop „Vegane Zeiten“ mit dem Sektkühler herum, um für den Erdlingshof zu sammeln. Die über 150 Mitreisenden ließen sich nicht lumpen, knapp tausend Euro kamen zusammen – und es sollte noch mehr werden: Björn Moschinski spendete drei Kochbücher, die dann in einem beinahe zweistündigen Versteigerungsmarathon (die amerikanische Version) von Auktionator (und Kreuzfahrtveranstalter) Dirk Bocklage auf zusammen rund 700 Euro getrieben wurden. Spenden-Endstand für den Erdlingshof: knapp 1700 Euro!

Am nächsten Tag war dann schon das Ende der Reise gekommen, die geprägt war von vielen netten Bekanntschaften, kulinarischen Erlebnissen und wunderschönen Bildern – der Rhein bietet, wenn man nicht gerade an Chemieanlagen oder einem (abgeschalteten) AKW vorbeifährt, eine Bilderbuchkulisse, die man bei gerade mal Fahrradgeschwindigkeit an sich vorbei ziehen lassen kann. Nach dem Frühstück wurde mitten in Basel ausgeschifft, und es bot sich an, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Im Gegensatz zu Straßburg ist das vegane Angebot hier reichhhaltig, Tibits etwa ist hier (und in anderen Städten der Schweiz) unbedingt einen Besuch wert.

Bleibt als Fazit nur anzumerken, dass Dirk, Kristina und Gerrit einen sehr guten Job gemacht haben, die Flusskreuzfahrtpremiere ein voller Erfolg war und man sich darauf freuen kann, dass über Ostern 2015 diese Idee eine Fortsetzung findet, dann in Holland und Belgien.
Joachim Hiller

http://vegane-flusskreuzfahrten.de



Es ist vollbracht!
18. August 2014, 19:31
Filed under: News

Luiz

Die Druckerei hat das aktuelle Kochen ohne Knochen diesmal mit ziemlicher Verspätung geliefert … Statt wie üblich um 10.00 Uhr konnte das Packteam am Freitag erst nach 13.00 Uhr loslegen.

Wie auch immer haben wir es geschafft, die Hefte für euch Abonnenten so zackig zu packen, dass sie noch vor 18.00 Uhr an der Poststelle abgeliefert werden konnten. Uff!

Vielen vielen Dank an Dani, Ines, Sarah und Tom, die alles gegeben haben, damit ihr das neue Kochen ohne Knochen pünktlich im Briefkasten habt!

 



Kochen ohne Knochen #16 erscheint in Kürze!
12. August 2014, 20:10
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KoK16

Kochen ohne Knochen Nr. 16 ist ab dem 19.08. bei den Abonnenten, ab dem 21.08. für 3,90 Euro am Kiosk. Und das gibt’s auf diesmal 64 Seiten zu lesen:

- Titel: Surdham Göb – Die vegane Welle
- Vegan Zombie: Die Postapokalypse isst vegan
- Vegane Zeiten: Die Veganzentrale von Köln
- Die Kichererbse: Beruf: Veganerin
- Jagdfreie Zone: Wie Andre Hölscher die Jäger vertrieb
- Zahlen lügen nicht? Dr. Markus Keller über vegane Studien
– Vegan im Weißwurstland: Ein Münchenguide für Pflanzenfresser
– Was drin ist: Kirschjoghurt
- Wheaty: Klaus Gaiser, der Seitanmacher
- Tierleid per Luftfracht: Air France und die Versuchstiere
Thomas Adams Kolumne:Aus dem Alltag eines veganen Koch
– Der KoK-Produktcheck: Frisch”käse”
– Außerdem Rezepte, Kochbuchvorstellungen, Restauranttests und vieles andere



VeggieFest Solingen 2014
4. August 2014, 18:18
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VeggieFest Solingen
Die Messe für alle, die sich für eine vegane Lebensweise interessieren.

Samstag, 27.09.2014, 12-19 Uhr
Cobra, Merscheider Str. 77-79, 42699 Solingen

Eintritt: 3,00 Euro (Kinder bis 12 Jahre frei)
VVK: http://www.solingen-live.de/?142445

http://www.veggiefest.de

Am 27.09.2014 findet im Solinger Kulturzentrum Cobra das zweite VeggieFest für das Bergische Land statt. Das VeggieFest Solingen ist eine Publikumsmesse für alle Menschen, die sich für eine rein pflanzliche, also vegane Lebensweise* interessieren. Das erste VeggieFest im Oktober 2013 war mit rund 1500 Besuchern ein voller Erfolg!

Von 12 – 19 Uhr wird in den verschiedenen Räumlichkeiten der Cobra sowie im Außenbereich auf über 1.000 qm ein vielfältiges Programm geboten. So kann man sich bei verschiedenen Organisationen und Verbänden über alle Aspekte einer Ernährung ohne Tierprodukte informieren. Händler und Hersteller von veganen Lebensmitteln, Schuhen und Kosmetik bieten ihre Waren an. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Hungrig bleibt garantiert kein Besucher, denn an mehreren Ständen kann man vegane Spezialitäten von süß bis deftig probieren, und im Außenbereich – die angrenzende Straße wird für das VeggieFest abgesperrt – gibt es gleich drei vegane Imbiss-Stände. Und wer sich informieren oder gleich zuhause vegan loskochen will: am Büchertisch findet sich eine Auswahl veganer Koch- und Sachbücher.

Veranstaltet wird das VeggieFest Solingen von Cobra, Kochen ohne Knochen – das vegane Magazin, Vegan in Solingen e.V. und Cow Club e.V.
http://www.cobra-solingen.de / http://www.kochenohneknochen.de / http://www.vegan-in-solingen.de / http://www.cowclub.de

Das Programm auf der Hallenbühne:
• Dr. Markus Keller vom ernährungswissenschaftlichen IFANE-Institut aus Gießen hält einen Vortrag zu gesundheitlichen Aspekte der veganne Ernährung.
http://www.ifane.org
• Volker Mehl aus Wuppertal hat sich auf die fleischfreie Ayurveda-Küche spezialisiert und kocht live auf der Bühne. Im September 2014 erscheint sein drittes Kochbuch “Gemeinsam is(s)t man glücklicher: Meine Ayurveda-Familienküche”.
http://www.volker-mehl.de
• Justin P. Moore, ein Amerikaner in Berlin, zaubert auf der Bühne Gerichte aus seinem Buch “The Lotus and the Artichoke: Vegane Rezepte eines Weltreisenden”
http://www.lotusartichoke.com
• Vegan Zombie: Chris Cooney und Jon Tedd aus Syracuse, NY, USA haben mit ihrer veganen YouTube-Kochshow weltweit zehntausende Fans und sind jetzt mit ihrem Kochbuch “Koche & überlebe!” erstmals in Europa unterwegs.
http://www.theveganzombie.com
• Wam Kat ist Pionier der vegetarisch-veganen Massenverpflegung, etwa auf Anti-Atom-Demos mit zehntausenden Teilnehmern. Der Niederländer, der nahe Berlin lebt, engagiert sich aber auch gegen Lebensmittelverschwendung. Beim VeggieFest erzählt er aus seinem bewegten Leben.
http://www.wamkat.de

Cobra-Kino:
Hier laufen den ganzen Nachmittag über verschiedene (Kurz-)Filme zum Thema Veganismus und Tierrechte. Im Hauptprogramm zeigen wir “Live and let live”, einen Dokumentarfilm über Veganismus. Filmemacher Marc Pierschel ist vor Ort.

Aussteller:
– Vegane Zeiten (vegane Schuhe und Lebensmittel) http://www.vegane-zeiten.de
– Pure Raw (vegane Rohkost) http://www.pure-raw.de
– Vegan Wonderland (vegane Lebensmittel) http://www.vegan-wonderland.de
– Mandelbaum Naturkost (Bioladen) http://www.mandelbaum-naturkost.de
– Biomobil bringt gesunde Lebensmittel direkt ins Haus http://www.biomobil-online.de
– Lush (vegane Körperpflege) http://www.lush-shop.de
– TOL-Store (Vegane und tierversuchsfreie Reinigungsprodukte) http://www.tolstore.de
– fairtrademerch (faire Bio-Shirts) http://www.fairtrademerch.com
– I love Mixtapes (bedruckte Sachen aus Stoff) http://www.ilovemixtapes.de
– Koernerfresser (Shirts und Taschen, bio und fair) http://www.koernerfresser.org
– Buchhandlung Kiekenap http://www.buchhandlung-kiekenap.de
– Bekleidungssyndikat (faire & vegane Kleidung und Schuhe) http://www.bekleidungssyndikat.de
– roots of compassion (Kleidung, Bücher, Accessoires) http://www.rootsofcompassion.org
– Rabbit Revolution (das faire, vegane Klamottenlabel aus Düsseldorf) http://www.rabbitrevolution.de
– Lindenbau (bio-faire Naturbaustoffe) http://www.lindenbau-naturbaustoffe.de
– Kochen ohne Knochen (das vegane Magazin – aus Solingen!) http://www.kochenohneknochen.de
– Bianco (Hochleistungsmixer) http://www.bianco-power.de
– Vegaccino (der leckere vegane Drink) vegaccino.de
– Aktiv für Tierrechte http://www.tierrechte-wuppertal.beimfluss.de
– PeTA2 http://www.peta2.de
– ARIWA Animal Rights Watch http://www.ariwa.org
– Think vegan (Infos rund ums vegane Leben) http://www.think-vegan.de
– Veganice (Vegan in Neuss und Düsseldorf) http://www.veganice.eu
– Vegetarierbund http://www.vebu.de
– Sea Shepherd http://www.seashepherd.org

Imbiss-Stände:
– Veggie Snack Bar (leckerster veganer Döner) http://www.facebook.com/VeggieSnackBar
– VeganisierBar (vegane Burger und mehr) http://www.eatwithoutmeat.de
– Las Vegans (Sandwiches, Reibekuchen und mehr)
– Überdies wird in der Cobra-Kantine für das leibliche Wohl der Besucher und Besucherinnen gesorgt, zum Beispiel mit leckeren Snacks und Latte Macchiato – natürlich vegan!

*****

* Was bedeutet „vegan“?
Vegan zu leben bedeutet, in seiner Ernährung und seiner Lebensweise komplett tierische (in der „Szene“ wird oft das Wort „tierlich“ statt „tierisch“ benutzt) Produkte zu vermeiden: keine Eier, kein Käse, keine Milch, kein Honig, kein Fleisch, kein Fisch, keine Gelatine, kein Leder – und auch keine Produkte, bei deren Herstellung Substanzen tierischer Herkunft verwendet wurden. Dadurch unterscheidet sich die vegane Lebensweise von der des Omnivoren (isst alles), Vegetariers (isst nichts vom toten Tier) oder Pescetariers (fischessende Vegetarier). Auch vegane Rohköstler gibt es. Oft wird statt vegan auch der Begriff „streng vegetarisch“ verwendet.

Warum vegan, und was ist „falsch“ an vegetarischer Ernährung, am Fleischkonsum?
Es ist ganz simpel: Ohne Kuh keine Milch, und keine Milch ohne Kälbchen. Damit Kühe Milch geben, müssen sie Nachwuchs bekommen. Damit sie viel und ständig Milch geben, müssen sie ständig Nachwuchs haben. Und der Nachwuchs (also die Kälbchen) muss weg. Deshalb gibt es Kalbfleisch. Oder um es andersherum zu betrachten: Keine Milch (keine Käse, keine Sahne …) ohne Kalbfleisch, ohne Rindfleisch. An genau dieser Stelle setzt die Kritik von Veganern an Menschen ein, die sich „nur“ vegetarisch ernähren: Wer Milchprodukte konsumiert, isst zwar selbst kein Fleisch, trägt aber zwingend dazu bei, dass es ständig neue Kälbchen (und Kühe) gibt, die der landwirtschaftlichen Logik entsprechend „verwertet“ werden müssen – im Schlachthaus. Ergo gilt: Wer nicht will, dass für seine Ernährung Tiere sterben müssen, darf nicht nur selbst kein Fleisch essen, sondern sollte konsequenterweise auch nicht durch sein Essverhalten dazu beitragen, dass für die Fleischesser ständig neuer Fleischnachschub „produziert“ wird. Biologische Milchviehwirtschaft ändert an der grundlegenden Problematik übrigens nichts.
Ähnlich verhält es sich auch mit Eiern: Legehühner, auch die vom Bio-Hof, landen letztlich im Suppentopf und nicht auf dem Hennen-Gnadenhof. Und beim Nachwuchs wird selektiert: da viel mehr Hühner als Hähne gebraucht werden, landen männliche Küken meist immer noch direkt im Schredder.
Vom direkten Fleischkonsum brauchen wir gar nicht erst zu reden: Die Zeiten, als sich hierzulande Bauern ein paar Schweine hielten, um Lebensmittelreste verfüttert zu bekommen, sind lange schon vorbei, die Bauernhofidylle ist längst eine Lüge, riesige Mastbetriebe sorgen für Billigfleisch im Supermarktregal, zigtausende Tonnen Gülle vergiften die Umwelt, Medikamentenrückstände bedrohen nicht nur die Fleischesser, sondern alle.
Und Geflügel, „gesundes“ Putenfleisch, Chicken-Nuggets & Co.? Der Realität der Massen(qual)haltung kann sich niemand verschließen, der die Nachrichten verfolgt. Die (industrielle) Produktion von Fleisch unter Einsatz von Mastfutter, in der Regel auf Sojabasis, bedeutet Monokulturen, genmanipulierte Pflanzen, massenhaften Pestizideinsatz, von Großkonzernen und Spekulanten dominierte Märkte.
Und Bio-Fleisch oder Bio-Milchviehwirtschaft? Für manche Menschen mag diese Art der „Produktion“ als akzeptable Lösung erscheinen zur Vermeidung der schlimmsten Auswüchse, den Überzeugungsveganer interessiert das nicht: tot ist tot, und für das Töten von Tieren, ihre „Nutzung“, gibt es keinen vernünftigen Grund, lässt sich doch eine vollwertige, gesunde Ernährung auf rein pflanzlicher Basis problemlos sicherstellen.
Fisch aus Wildfang ist angesichts überfischter Bestände nicht nur unter ökologischen und ethischen Aspekten unverantwortlich. Die Fangflotten der Industrie- und Schwellenländer leeren die Meere schneller, als die Fische nachwachsen können, und berauben etwa vor Afrikas Küsten die einheimische Bevölkerung ihrer Nahrungsquelle, werfen zigtausende Tonnen Fische als „Beifang“ verletzt oder tot wieder ins Meer. Aber auch Fisch, Shrimps und Co. aus Zuchtbetrieben sind unter ökologischen Aspekten abzulehnen, jenseits von ethischen Gründen, wird hier doch oft mit massiver Medikation und Massenhaltung das wiederholt, was man aus der Tierhaltung zu Lande kennt.
(Text: Joachim Hiller im Vorwort des veganen Kochbuchs “Kochen ohne Knochen”, Ventil Verlag, 2012)



Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen!
1. Juli 2014, 10:15
Filed under: Allgemein | Schlagwörter:

Hurra! Volker Mehl ist in Solingen und ihr könnt mit ihm kochen! Vegan und ayurvedisch, logo.

Wann und wo?
Am Sonntag, den 31. August um 14.00 Uhr beim K2 Jugendkulturfestival im Solinger Klingenmuseum.

Und was müsst ihr dafür tun?
Einfach eine email schicken an klingenmuseum@solingen.de mit dem Stichwort „Kochen mit Volker Mehl“.
Die Absender der ersten 10 Einsendungen sind dabei!

Mehr Infos zum K2 Jugendkulturfestival unter www.jugendkulturfestival.de

Übrigens:
Das gemeinsam gekochte Essen wird um 17.00 Uhr an die Gäste des Festivals ausgegeben. Und weil das K2 Jugendkulturfestival eines der drei „blast away 3.0“ Jugendkulturfestivals ist, ist die Teilnahme kostenlos.

 

 

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