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Was macht man mit einer Tüte Quitten, die einem eine Freundin vermacht hat? Quittengelee, Quitten-Chutney, und was noch? Roh essen kann man diese Biester ja nicht … Quittenmuffins! Here we go:
Quittenmuffins
• 500 g Quitten
• 4 EL Grappa
• 150 ml Apfelsaft
• 50 g + 100 g Zucker
• 80 g Margarine
• 200 g Vollkornmehl
• 2 TL Backpulver
• 60 g Haselnüsse
• 1 EL Puderzucker
• 200 g Soja-Joghurt
• 2 Ei-Ersatz (bei mir waren es 2 EL Sojamehl + 4 EL Wasser)
• 12er Muffinsform
Quittenmuffins??? Fragenzeichen auf dem Gesicht meines Kaffee-Partners sagten schon alles … Ein zaghafter Biss in den kleinen Kuchen folgte, die Augenbrauen gingen nach oben und anschließend der Daumen. Tja, wer hätte das gedacht.
Und so geht‘s:
1. Als erstes ist dieKochflüssigkeit dran. Dazu Apfelsaft, Grappa, 50 g Zucker in einem kleinen Topf zum Kochen bringen, Vom Herd nehmen.
2. Als nächstes dann diesen komischen braunen Flaum auf den Quitten mit einem Küchenkrepp abreiben. Dann die Quitten mit einem großen Messer vierteln, Kerngehäuse herausschnitzen und abschließend schälen. Die Viertel dann in ca. 1 cm breite Schnitze schneiden und in die heiße Kochflüssigkeit legen. Topf wieder auf den Herd und bei mittlerer Hitze 7 min kochen lassen (oder so lange, bis die Quitten so gut wie weich sind). Wieder vom Herd nehmen und den Quitten einen kleinen Rausch gönnen, sprich ziehen lassen.
3. Backofen auf 180 C vorheizen.
4. Die Haselnüsse mittelfein hacken, mit dem Puderzucker mischen und zur Seite stellen. Vollkornmehl und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Die Margarine langsam schmelzen lassen und anschließend mit dem Soja-Joghurt, dem angerührten Ei-Ersatz und 100 g Zucker gut verrühren.
5. Die Quitten in ein Sieb geben und abtropfen lassen; dabei etwas vom Saft auffangen. 2 EL davon zum Joghurtgemisch geben und verrühren, der Rest kann weggeschüttet, getrunken oder als Dessertsaucengrundlage herhalten.
6. Jetzt die festen mit den flüssigen Zutaten flott verrühren und ab damit in die Muffinsförmchen. Bei uns haben sich welche aus Silikon gut bewährt, denn dann gibt es nachher keinen Müll.
7. Und jetzt kommt das Finish: die Quitten! Legt immer 3-4 Schnitze auf den Teig und drückt die ein bisschen rein. Da oben drauf kommt dann noch die Nuss-Zucker-Mischung.
Ab damit in den Ofen und 25-30 min backen. Mit etwas Glück karamelisiert der Zucker; bei mir hat das leider nur bedingt funktioniert. Hat aber trotzdem geschmeckt.
Wichtig ist, nach einer kleinen Abkühlzeit die Muffins zuerst aus der Blechform und etwas später aus den Silikonförmchen zu nehmen, denn die fangen sonst an zu schwitzen.
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Stuttgarter Kokos-Linsen für 4
von Judith und Reiner, Ox-Kochbuch 4
Foto: Anja Falkenberg
Musik zum Kochen: Max Raabe „Rinderwahn“
• 200 g rote Linsen
• 500 ml Gemüsebrühe
• 400 ml Kokosmilch
• 200 ml Sojamilch
• 1 rote Zwiebel
• 2 Knofizehen
• 400 g Kohlrabi
• 2 mittlere Zucchini
• 2 große Möhren
• 1 Zitrone
• 2 Lorbeerblätter
• Reis für 4
• Olivenöl
1. Das Gemüse je nach kreativem Belieben in Kleinteile zerlegen: Würfel, Scheiben, Schnitze … Zitrone entsaften.
2. Eine Knofizehe mit der zerlegten Zwiebel in Öl andünsten. Linsen und Brühe zugeben und aufkochen. Bei leichter Hitze 12 min quellen lassen. Dann überschüssige Brühe abgießen.
3. Solange die Linsen mit Quellen beschäftigt sind, die andere Knofizehe mit den Lorbeerblättern andünsten. Kleingeteilte Kohlrabi, Zucchini und Möhren dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und 10 min dünsten. Reis aufsetzen nicht vergessen.
4. Gemüse mit Kokosmilch und Sojamilch aufgießen. Gedünstetes Gemüse zu den gequollenen Linsen geben und mit Zitronensaft beträufeln.
5. Den zwischenzeitlich gekochten Reis in vier kleine Salatschüsseln portionieren und Reishügel auf Teller „stürzen“. Die Kokoslinsen drum herum anrichten. Wohl bekomm‘s!
Baghrirs mit gerösteten Nüssen in Ahornsirup und veganem Vanilleeis
(Marokkanische Gries-Hefe-Pfannenkuchen)
von Christophe Schében
Passt wunderbar als Dessert zum äthiopischen Eintopf. Macht richtig satt und schmeckt in Kombination mit dem Eis und den Nüssen einfach nur himmlisch!
Rezept für ca. 8 Pfannkuchen:
• 1 Bol (ca. 270 g) Weizenmehl
• 1 Bol (ca. 270 g) Weichweizengries
• 1 Beutel Backpulver
• 2 Bol (ca. 700 ml) Lauwarmes Wasser
• 1/2 Würfel Hefe
• 1 TL Salz
• 2 TL Rohrzucker
Für die Beilagen:
• 1/2 Packung veganes Vanilleeis (z.B. Swedish Glace aus dem Edeka/Marktkauf/Neukauf)
• ca. 100 g gemischte Nüsse
• 6 EL Ahornsirup
Eigentlich nimmt man als Maßeinheit bei diesem Rezept die klassische französische Milchkaffeeschale und die fasst etwa 350 ml. Ich habe versucht, die Angaben in Gramm umzurechnen und hoffe, das passt einigermaßen.
1. Mehl und Gries sieben, in eine Schüssel geben, mit dem Zucker und dem Salz vermengen.
2. Die Hefe in etwa 200 ml lauwarmem Wasser auflösen, zusammen mit den 700 ml Wasser in die Mischung geben und mit einem Schneebesen gut verrühren. Der Teig ist sehr flüssig, ähnlich wie bei Crêpes, also keine Sorge, „des khört sso“. Abdecken und eine Stunde gehen lassen.
3. Nach dieser Stunde den (nun schaumigen) Teig nochmal mit dem Schneebesen durchrühren.
4. Etwas Öl oder vegane Margarine in eine Pfanne geben, auf mittlerer Stufe erhitzen, bis das Öl heiß ist. Einen Schöpflöffel Teig hineingeben und vorsichtig verteilen, so dass der Pfannenboden bedeckt ist. Den Pfannkuchen muss man nicht wenden (ich tu es dennoch, weil es besser aussieht und sich mit Einschränkungen auch im Mund besser anfühlt). Er ist fertig, wenn der Teig nicht mehr flüssig ist, die Ränder leicht braun sind, und sich an der Oberfläche lauter kleine Löcher gebildet haben. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren.
5. Für die Beilagen: Eine Pfanne (ohne Fett!) erhitzen und dann die Nüsse hineingeben und anrösten. Nicht zu hoch erhitzen und aufpassen, dass die Nüsse nicht anbrennen.
Die Nüsse in eine kleine Schüssel geben und mit dem Ahornsirup übergießen und verrühren.
6. Zum Pfannkuchen servieren, dazu etwa 2 Bällchen Eis. Den Pfannkuchen ruhig auch mit Zucker (Rohr- oder Puderzucker) bestreuen.
• Geschmacklich erinnert der Pfannkuchen übrigens an Dampfnudeln.
Einsortiert unter: Hauptgerichte | Tags: äthiopisch, Kartoffeln, Möhren, Weisskohl
Dieses leckere klingende äthiopische Rezept hat uns Christophe zugeschickt.
Here we go:
Atkeult Wat – Äthiopischer Gemüsetopf
von Christophe Schében
Musik: SLOUGH FEG „Animal Spirits“
• 1/2 Weißkohl
• ca. 300 g Karotten
• ca. 300 g Kartoffeln
• 1 Zwiebel
• 1 TL Kurcuma
• 1 TL Kümmel (notfalls auch gemahlen)
• Salz und Pfeffer zum Abschmecken
• ca. 1 Glas Wasser
Vegan, lecker, simpel und günstig!
1. Den Weißkohl in Streifen und die Karotten in Scheiben schneiden.
2. Die Zwiebel zerkleinern und kurz in etwas Öl anbraten. Gewürze, Weißkohl und Karotten dazu und etwa eine Viertelstunde köcheln lassen.
3. Währenddessen die Kartoffeln in Würfel schneiden.
4. Nach der Viertelstunde die Kartoffeln und etwas Wasser dazugeben und köcheln lassen, bis das Gemüse durch ist. Ab und zu umrühren und evtl. etwas Wasser dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
• Servieren kann man das Ganze z.B. mit Reis oder dünnem Fladenbrot. Mit Reis reicht es für vier.
Einsortiert unter: Hauptgerichte | Tags: linsen, mampfen, tierfrei, vegan, zucchini
Kennt ihr eigentlich schon den vegan-Kochblog unserer Kochen ohne Knochen-Mitstreiterin Daniela? Wenn nicht, wird es höchste Zeit! Hätte ich mich damals nicht in ihre geniales Nussiglinsige Zucchinitorte verliebt, wer weiss, was dann alles nicht passiert wäre … ;-)
Der guten alten Zeiten wegen hier nochmal das Rezept:
für den Boden:
. 200 gr. gekochte rote Linsen
. 100 gr. Buchweizen
. 2 Eßl. Tomatenmark
. 2 Eßl. Öl (Oliven- oder Rapsöl, nach Geschmack)
. Pfeffer, Salz
. Paniermehl, Haselnüsse
für die Füllung:
. 3 mittelgroße Zucchini
. 1 Zwiebel
. 1 Knoblauchzehe
. 150 gr. Cashewkerne
. 2 Eßl. Würz-Hefeflocken
. 1 Eßl. Sojamehl
. Wasser
. Pfeffer, Salz
. Haselnüsse
Die Zubereitung findet ihr dann auf Danielas Blog :-)
Einsortiert unter: Suppen | Tags: Hokkaido, Schaum, Sojamilch, Suppe, Topinambur
Kennt von euch jemand Topinambur? Wird auch gerne Erdbirne oder Jerusalem-Artischocke genannt und ist bevorzugt beim Biobauern zu bekommen. Ich kann Topinambur nicht wirklich leiden, aber wir haben eine ganze Tüte voll geschenkt gekriegt und wegschmeissen wollte ich die auch nicht. Der Rohkostsalat wurde binnen Millionstel Sekunden garstig braun, aber diese Suppe hier hat mir erstaunlich gut geschmeckt und mit den Chips dazu ist es echt lecker. Aber probiert selbst!
Topinambur-Kürbis-Süppchen
für 4 als Vorspeise, für 2 zum Sattwerden
• 350 g Topinambur + 2 größere Knollen extra
• 350 g Hokkaido-Kürbis
• 1 Zwiebel
• Öl
• Gemüsebrühe
• 1 Packung Soja- oder Hafersahne
• Salz und Pfeffer
• ein Schuss Sojasauce
• Chili, wer mag
• evtl. Sojamilch
Eines muss ich gleich vorweg sagen: das Mischungsverhältnis von Topinambur und Kürbis ist nur so ungefähr und nach Belieben variierbar. Und: Topinamburknollen müssen verdammt gut geschrubbt werden, denn die Erde haftet ziemlich hartnäckig daran. Los geht’s:
1. Topinambur unter fliessendem Wasser gut abbürsten. Kürbis entkernen und samt Schale in spielwürfelgrosse Klötzchen schneiden. Zwiebel auch würfeln. Zum Schluss die beiden übrigen Topinamburknollen ungeschält auf einem Gurkenhobel in Scheiben schneiden.
2. Öl in einen Topf geben und Zwiebeln darin etwas andünsten. Kürbis und die mittlerweile bestimmt schon braunen Topinamburwürfel dazu, gut umrühren und ein paar Minuten mitbrutzeln lassen.
3. Mit soviel Gemüsebrühe aufgießen, dass alles gut bedeckt ist. Solange köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
4. In der Zwischenzeit könnt ihr reichlich Öl (ca. 1-2 cm hoch) in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Die beiden restlichen Topinamburknollen wieder gut unter Wasser abbürsten und anschließend in dünnen Scheiben hobeln. Wenn das Öl heiß ist, die Scheiben portionsweise reingeben und in ca. 2-3 Minuten frittieren. Flott wieder rausnehmen, bevor sie zu braun werden. Auf einem Küchenkrepp abfetten lassen und anschließend leicht salzen.
5. Ist der Suppentopfinhalt weich, könnt ihr das Zeug mit einem Mixstab pürieren. Vorher aber noch die Sahne reinkippen. Anschließend mit Salz, Pfeffer, Sojasauce und evtl. Chili würzen, aber nicht mehr aufkochen.
6. Wer es jetzt total chefmäßig mag und einen Milchaufschäumer zuhause hat, kann kurz vor dem Servieren etwas Sojamilch aufpimpen.
7. Suppe in Schüsseln geben, Milchschaumwölkchen auf die Suppe setzen und Topinamburchips in einer extra Schale dazu reichen. Bitte nicht in die Suppe werfen, das wäre zu schade.
Ab sofort gibt’s einmal monatlich einen leckeren „VeganwonderKOK“-Rezept-Tipp für euch! Das Veganwonderland-Team schickt dazu eins ihrer Eigenprodukte in unser Kochlabor, allerdings ganz ohne Tipps und Hinweise zur Zubereitung – unsere Köche sind also ganz auf sich allein gestellt. Wir werden dann versuchen, aus dem Produkt ein möglichst spannendes Gericht zu zaubern und euch das Rezept zu präsentieren. Soeben ist das erste Überraschungspaket bei uns eingetroffen – wir sind dann mal am Herd! Lasst euch überraschen!
Im ersten Überraschungspaket von Veganwonderland waren Burger. Burger! Herrjeh, was stell’ ich bloss damit an – klar, Burger sind lecker, und mit frischem Brötchen, Salat und Ketchup eine prima Mahlzeit, aber beim Rezept des Monats ist ja wohl ein wenig mehr Kreativität gefragt. Vielleicht in Stücke schnipseln, mit Gemüse anbraten und in einen Wrap wickeln? Das wäre nun aber schade um die schöne runde Form der Burger-Pattys. Hmm… ich hab’s! Es gibt …
Burger im Bohnen-Mais-Bettchen mit Blätterteigpyjama
Dazu braucht ihr:
• Veganwonderland-Burger
• 4 Scheiben TK-Blätterteig (veganen Blätterteig gibt’s in jedem Bioladen und auch in den meisten Supermärkten)
• 1 Dose rote Bohnen (Abtropfgewicht 250 g)
• 1 rote Zwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• 1 EL Würzhefeflocken
• 3 EL passierte Tomaten
• 2 EL Mais
• Salz, Paprika, Chili, Kreuzkümmel
• Olivenöl, Sesam
1. Zuerst den Blätterteig aus der Packung nehmen und auf Backpapier ausbreiten. Dann die Zwiebel würfeln und die Knoblauchzehe fein hacken oder durch die Knoblauchpresse jagen.
2. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
3. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Burgerpatties von beiden Seiten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind, dann aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. 4. Die Zwiebeln und den Knoblauch in die Pfanne geben und glasig dünsten. Abgetropfte Bohnen und das Tomatenpüree zugeben, mit Salz, Paprika, Chili und Kreuzkümmel würzen und ein wenig anbrutzeln. Die Bohnenpampe in eine Schüssel geben, Hefeflocken unterrühren und mit einem Kartoffelstampfer und zu einer stückigen Paste zerdrücken. 2 EL Mais unter die Paste rühren.
4. Die angetauten Blätterteigplatten ein wenig ausrollen (am besten legt man Klarsichtfolie auf den Teig, dann klebt er nicht am Nudelholz). 1-2 EL Bohnenpaste in die Mitte zweier Teigvierecke geben, je 1 Burgerpatty draufsetzen, leicht andrücken und von oben auch jeweils mit 1-2 EL Paste bestreichen. Den Teig rund um den Burger leicht mit Olivenöl anpinseln und von oben mit einem zweiten Blätterteig-Viereck zudecken. Die Ränder fest andrücken (Geheimtip – die Plastik-Haube einer 50er-CD-Spindel hat genau die richtige Größe. Einfach von oben draufdrücken und die überschüssigen Teig-Eckchen wegschneiden, dann nochmal die Ränder fest zusammendrücken). Mit ein wenig Öl bepinseln, Sesam aufstreuen und für ca. 20 Minuten im heißen Ofen parken, bis der Blätterteig anfängt zu bräunen.
5. Blätterteigburger aus dem Ofen nehmen und genüsslich mit Pommes und Salat verspachteln.
Fotos und Rezept: Daniela Mohr
Eine gute Seite hat der Herbst ja – es gibt wieder Kürbis, juche! Wir haben gestern in der KoK-Versuchsküche leckere Quiche gemacht. Probiert das Rezept doch einfach auch mal aus :-)
Kürbis-Quiche
Musik zum Kochen: FRONTIER(S) there will be no miracles here
- 200 g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
- 3 EL Wasser
- 0,5 TL Salz
- 120 g harte Margarine (z.B. Alsan)
- ca. 1 kg Butternutkürbis (Hokkaido oder anderer geht natürlich auch)
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 2 TL Curry
- 1 Topas Spacebar Chorizo
- Rapsöl
- 150 g Cashewkerne, ungesalzen
- Wasser
- 2 EL Hefeflocken
- 1 EL vollfettes Sojamehl
- Salz, Pfeffer, Muskat
1. Bevor ihr mit dem Schnibbeln loslegt, ist erstmal der Teig dran, denn der muss sich gleich noch mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank entspannen. Dazu Vollkornmehl, kleingestückelte kalte Margarine, Salz und Wasser in eine Schüssel geben und zügig mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der sollte nicht kleben, aber auch nicht bröselig sein. Zur Not noch etwas Wasser oder Mehl dazugeben. In eine Klarsichtfolie einwickeln und ab damit in den Kühlschrank.
2. So, jetzt könnt ihr euch in Ruhe dem Rest widmen. Schnappt euch den Kürbis, zerteilt ihn in 4-6 handliche Stücke, schneidet die Schale ab (das geht prima mit einem Kartoffelschäler) und entfernt das Kerngedöns. Jetzt das Fleisch noch in ca. 1 cm große Würfel schneiden, fertig.
3. Pfanne mit Deckel aus dem Schrank holen, etwas Öl rein, erhitzen, Kürbis dazu, Deckel drauf und ab und an umrühren oder wahlweise schwenken. Der Kürbis braucht jetzt ca. 15 min auf gemässigter Flamme bis er weich ist.
4. In der Zwischenzeit sind Zwiebel und Knoblauch dran. Beides schälen und fein würfeln. Dann eine kleine Pfanne auf den Herd werfen, wieder etwas Öl rein und Zwiebel und Knoblauch ein paar Minuten bei nicht zu großer Hitze glasig anbraten. Zum Schluss das Currypulver unterrühren und zur Seite stellen.
5. Was fehlt noch? Die Sauce! Dazu die Cashewnüsse in einen hohen Rührbecher geben, etwas Wasser dazu und brutal mit dem Pürierstab alles kurz und klein machen. Wer hier nicht aufpasst, veranstaltet schnell ne große Sauerei, also besser nicht zu stürmisch mit dem Pürierstab hantieren. Nach und nach soviel Wasser zugeben, bis ihr eine Konsistenz zwischen aufgeschlagener Milch und Joghurt habt. Hefeflocken und Sojamehl dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat ordentlich würzen.
6. Die halbe Stunde müsste jetzt ungefähr um sein. Ofen schon mal auf 200 Grad Ober-/Unterhitze anwerfen. Teig aus dem Kühlschrank nehmen, und eine Kuchenspringform in den Tiefen des Küchenschranks suchen. Diese dann einfetten und den Teigklops reinsetzen, gleichmäßig flachdrücken und ein bisschen Rand hochziehen. Geschafft? Dann dürft ihr den Teig jetzt etwas quälen und mit einer Gabel an verschiedenen Stellen anpieksen.
7. Wir nähern uns dem Finale: die Zwiebelmischung gleichmässig auf dem Boden verteilen. Dann den Spacebar aus der Hülle quetschen und über dem fertigen Kürbis in kleine Stücke schneiden. Jetzt noch die Cashewsahne mit dem Kürbis vermischen, über die Zwiebeln kippen und glattstreichen. Ab damit in den warmen Ofen und 30 min warten, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Rausnehmen, etwas abkühlen lassen, Quiche in Kuchenstücke schneiden und glücklich sein.
- Die Körner, die ihr auf dem Foto seht, sind Kreuzkümmel. Kann man, muss man aber nicht draufmachen. Ich fand’s eher lästig im Mund.
- Dazu ist ein leckerer Salat Pflicht.
- Schmeckt am nächsten Tag auch kalt oder kurz aufgewärmt noch lecker!
- Könnt ihr keinen Spacebar Chorizo bekommen, geht sicher auch Räuchertofu.
Genau JETZT ist die Zeit, noch schnell Holunderblütensirup zu kochen, bevor die Blüten von den Bäumen rieseln. Holunderblütensirup ist voll das geile Zeug. Ist mit Mineralwasser verdünnt ein beinahe Kräuter-Bionade-Ersatz, kann super zu einem Cocktail verwendet werden (Sirup, Minze, Eiswürfel, Limetten und Caipirinha-Alk – lecker!) und ist ein erfrischendes Getränk für laue Sommerabende, indem ihr einfach einen Schuss Sirup in Weißwein oder Prosecco gebt.
Und so gehts:
• 15 frisch aufgeblühte Holunderdolden
• 3 Bio-Zitronen
• 1 Flasche Weißwein
• 1 Kaffeefiltertüte
• Zucker
1. Die Holunderdolden(=blüten) ungewaschen in einer Schüssel mit den Zitronenscheiben belegen.
2. Mit dem Weißwein aufgießen und zwei Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
3. Bevor es jetzt mit dem Sirupmachen weitergeht, sucht ihr euch passende Gläser oder kleine Flaschen mit Schraubverschluss und macht die sauber. Wenn sie das schon sind, dann einfach für ein paar Minuten in wirklich heißes Wasser legen, mit einem Kochlöffelstiel rausholen und auf einem Geschirrtuch abtropfen lassen. NICHT mit den Fingern innen anfassen, verstanden? Sonst ist das Zeug je nach Bakterien auf euren Fingern nicht lange haltbar …
4. Holunderteile und Zitronen leicht ausdrücken, rausnehmen und das flüssige Zeug durch einen Kaffeefilter abseihen.
5. Jetzt die Flüssigkeit mit derselben Menge Zucker aufkochen.
6. Sofort in die pingelig sauberen Gläser oder Flaschen füllen und gut verschließen.
7. An einem dunklen und kühlen Ort aufbewahrt sollte der Sirup mindestens ein halbes Jahr haltbar sein.
PS: Und wer jetzt sagt, ich wüsste nicht, wie man Holunderblütensirup schreibt, der wird ewig in der Hölle schmoren …







