DAS IST DOCH WOHL NICHT…

homemade seitan

Nein. Gehirn gilt zwar angeblich irgendwo auf der Welt als Delikatesse, aber darüber wollen wir verständlicherweise nicht nachdenken. Auf dem Bild zu sehen ist vielmehr Seitan, praktischer und vielseitig verwendbarer Fleischersatz aus Weizenmehl.

Nach dem riesigen Erfolg unserer Foto-Cook-Story in der ersten Ausgabe von Kochen ohne Knochen präsentieren wir euch heute die Textform des Seitan-Rezepts. Es soll ja Leute geben, die besser auf Buchstaben klar kommen, als auf Bilder.

Das Rezept hat uns Isa Moskowitz zur Verfügung gestellt. Das englische Original gibt’s hier zu sehen.

Seitan
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 1 ½ bis 2 Stunden

Üblicherweise wird Weizenmehl dreimal in zwei Tagen gewaschen und geknetet, um aus dem Weizen Gluten zu gewinnen. Schneller geht es aber mit fertigem Weizenkleber. An Gewürzen funktioniert eigentlich alles, aber abhängig davon, was du dazu kochen willst, kannst du immer ein paar fein gehackte Gewürze dazu tun. Wenn du zum Beispiel Asiatisch oder Indisch kochst, kann Ingwer nicht schaden.

Ausrüstung:
Eine große Glas- oder Keramikschüssel, eine kleinere Schüssel für die flüssigen Zutaten, eine Bratpfanne (am besten Gusseisen), ein großer Suppentopf mit Deckel.

Zutaten:
350 g Weizenkleber
60 g Würz-Hefeflocken

250 ml sehr kalte Gemüsebrühe
125 ml Sojasauce
1 EL Tomatenmark
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 TL geriebene Zitronenschale

Kochbrühe:
2,5 l Gemüsebrühe
125 ml Sojasauce

Los geht’s:
1. In der großen Schüssel Weizenkleber und Würz-Hefeflocken miteinander mischen.
In der anderen Schüssel die restlichen Zutaten mischen: Brühe, Sojasauce, Tomatenmark, Knoblauch, Zitronenschale.
2. Nun die nassen Zutaten zu den trockenen gießen und mit einem Kochlöffel verrühren. Etwa drei Minuten kneten (auch mit den Händen), bis ein schwammiger, elastischer Teig entstehen. Diesen Teig ein paar Minuten ruhen lassen und schon mal die Brühe vorbereiten – Achtung: nicht kochen!
3. Jetzt den Teig zu einem Klumpen von etwa 20 Zentimetern Länge formen und in drei gleichgroße Teile schneiden. Die dann in die Brühe geben. Es ist sehr wichtig, dass die Brühe sehr kalt ist, wenn du den Teig hinzu gibst. Es kann sonst passieren, dass der Teig auseinander fällt oder seine Struktur verliert. Den Topf bedecken (aber einen kleinen Spalt für den Dampf lassen) und die Brühe zum Kochen bringen.
4. Wenn das Wasser kocht, Hitze klein stellen und für eine Stunde ziehen lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Jetzt hast du Seitan. Am besten lässt du es in der Brühe ganz auskühlen.

Jetzt kommt es drauf an, was du weiter machen willst. Wenn du sofort damit kochen möchtest, tu es. Wenn du es aufbewahren möchtest, tu es in einen verschließbaren Behälter und lass es in der Brühe schwimmen.

Wenn dein Rezept Seitan verlangt, schneide die Stücke, wie du willst. Ich bevorzuge eine gusseiserne Pfanne fürs Braten, denn da kommt der beste Geschmack bei raus. Nimm sowenig Öl wie möglich, ein Teelöffel sollte reichen. Die Pfanne schön vorheizen und dann das Seitan reintun. Etwa 20 Minuten braten und die Stücke dabei gelegentlich wenden. Und da hast du es. Lecker Seitan.

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