in the mood for miso-green-wok

Irgendwie hab ich es gerade mit japanisch… Naja, wer in Düsseldorf wohnt, der weiss, dass es hier von Japanern wimmelt. Und der weiß auch, dass es hier mehr Angebote japanischer Kultur gibt, als die Schickie-Sushi-Bars, die eher von nicht schlitzäugigen Blondinen und Brünetten bevölkert werden. Ich fand jedenfalls alles an vegetarischen Varianten (oder das was ich dafür gehalten habe) sehr lecker. Jetzt bin ich irgendwie auf den Trichter gekommen, mich doch mal selbst damit zu beschäftigen.

Leider hatte ich nicht die Zeit noch ein Foto zu machen, hier aber trotzdem das Rezept:

Zuallererst, die Zutaten. Da es hier von Japanern wimmelt, wimmelt es auch von japanischen Nahrungsmitteln. Ich weiß nicht wie und wo man in anderen Städten alles bekommt, ich behaupte jedenfalls mal, der kleine Asia-Markt reicht hier nicht unbedingt aus.

Die Sachen scheinen in ihrer Zubereitung erst sehr kompliziert und aufwendig. Hat man erst einmal durchgeblickt ist es aber halb so schlimm und man bereitet immer was zu, was man für etwas anderes wieder weiter verwenden kann.

Beginnen wir also von vorn. Ein Bestandteil unseres Gerichtes ist Miso-Suppe. Die dürften viele vom Asiaten kennen…

Ein Bestandteil der Misosuppe ist Dashi. Das ist so eine Art Brühe. Ja, genau, Brühe, nicht Gemüsebrühe. Denn herkömmlicherweise werden hier Fischbestandteile verwendet! Auch wenn der etwas fischige Geschmack von den Algen kommt, ein Grossteil der japanischen Gemüsegerichte sind schon allein deshalb (und nicht nur wegen der Fisch- oder Austernsaucen) nicht vegetarisch!

Ich habe gesucht und mein Dashi letzten Endes so gemacht:

Dashi vegetarisch:

1 Stück Kombu
(Das ist eine Alge. In Deutschland ist die als Nahrungsmittel nicht zugelassen. Gefunden habe ich sie in der Asia-Abteilung eines großen Bio-Marktes als Badezusatz ausgewiesen.)
800 ml Wasser.

Von der Alge nimmt man 1 Stück ca. 10 cm und schneidet an einigen Stellen mit einer Schere das Blatt ein. Dann legt man sie für ca. 20 Minuten in das Wasser, anschliessend kocht man sie darin nochmals 10 Minuten.

In der Zwischenzeit kann man schonmal beginnen das Miso zuzubereiten.

Miso
700 ml Dashi (kocht ja gerade…)
4 EL Misopaste (gibt es frisch im Kühlregal des Japanladens in verschiedenen Gemüsesorten. Ich habe mich für Kürbis entschieden und war mit meiner Wahl sehr zufrieden)
1 EL Wakame (auch irgendwelche getrockneten Algen, hab ich auch im japanischen Supermarkt bekommen)
2 Lauchzwiebeln

Das Wakame kommt in eine Schale, wir mit Wasser bedeckt. Nachdem es aufgeweicht ist (5 Minuten), wird das Wasser ausgedrückt und die Algen kleingeschnitten. Die Lauchzwiebeln schneiden wir ebenfalls in kleine Ringe und füllen sie zusammen mit dem Wakame in eine Schale. Dem kochenden Dashi fügen wir 4 EL Misopaste hinzu (gut rühren!) und übergiessen damit den Wakame mit den Lauchzwiebeln.

Jetzt kommen wir zu unserem eigentlichem Gericht.

Dafür brauchen wir:

Gemüse:

– 1 rote frische Chilischote in kleine Ringe geschnitten
– 1 Knoblauchzehe klein gehackt
– 1 Stange Zitronengrass, in kleine Ringe geschnitten
. 2 Stangen Lauch in Ringe geschnitten
– 1 rote Zwiebel in Stücke geschnitten
– 3 Pak Choi (man kann zur Not auch drei gute Handvoll frischen Spinat oder Mangold nehmen)
– 1 Packung Zuckerschoten aus der Frisch-Gemüseabteilung jedes normalen Supermarktes
– 1 Dose Babymais (Asialaden)

– 3 EL helle Sojasauce
– 1 TL Zucker
– Salz, weißer Pfeffer
– 2 EL Sesamöl

Zuerst streichen wir den Wok (oder eine große Pfanne) mit dem Sesamöl aus. Wir erhitzen es bis es dampft und geben dann erst den Knoblauch, die Chili und das Zitronengras hinzu, wenige Augenblicke später folgen die Zwiebeln mit dem Lauch, dann die Zuckerschoten mit dem Mais und zu guter letzt der Pak Choi.

Alles ca. 2 Minuten andünsten. Anschliessend Zucker drüber, Sojasauce hinzugeben und mit Salz und Pfeffer kurz abschmecken.

Unser bereits zubereitetes Miso wird parallel nochmals zum kochen gebracht.

Normalerweise gehören Soba-Nudeln (Nudeln aus Buchweizen, die gibt es auch in grösseren Asia- oder Biomärkten) dazu.
Mir war das zuviel. Stattdessen habe ich dem Miso einen ganz weichen Seidentofu (auch aus dem Asiamarkt) in Stücken hinzugegeben.

Falls man also Nudeln hat, geben man diese jetzt mit einer Portion Gemüse in ein Schälchen und schöpft mit einer Kelle Msio darüber.
Nachträglich kann man das ganze mit Sojasauce noch etwas abrunden und geniessen! Bei mir wars jedenfalls genau das Richtige bei dem Mistwetter und meinem Schnupfen!

… und ich war echt positiv überrascht, dass es zum einen doch ganz schnell ging und zum anderen so lecker war!
Ein Teil des Miso mit Tofu drin habe ich mir nämlich auch aufbewahrt, bzw. mehr gekocht um es morgen einfach mit geraspelten Möhren kurz aufzukochen und ganz normal als Suppe zu essen. Freu!

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