Veganer Lifestyle zwischen Hochzeitstorte und Döner

Eine nietenlose, vegane Tombola, mehrstöckige, vegane Hochzeitstorten, Veggie-Döner am Spieß oder Spinat-Smoothies: das alles und noch viel mehr ließen sich die über 9000 Besucherinnen und Besucher des 2. Veggie-Street-Days in Dortmund nicht entgehen.

Zwischen 11.00 und 20.00 Uhr feierte ein buntes, generationenübergreifendes Publikum in der Dortmunder Innenstadt das größte vegane Straßenfest Deutschlands. Bereits zum zweiten Mal luden die Veranstalter, die Tierfreunde e.V., der Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) sowie die Tierrechtsinitiative Stuttgart (TiRS), Anbieter veganer Dienstleistungen und tierrechtlich engagierte Vereine ein, sich zu präsentieren und zu zeigen, das veganer Lifestyle nicht nur gesund und ökologisch sinnvoll ist, sondern vor allem auch Spaß macht.
So war auch das Bühnenprogramm ein Mix aus Infotainment und Unterhaltung: da kochte der Rock’n’Roll-Veganer Jérôme Eckmeier Pan-Burger an Dijonsenfsoße, zeigten die Kraftsportler des „Vegan Strength Team Germany“, das Veganer nicht nur Grips, sondern auch viel Kraft haben oder luden Sancho Panza mit ihrem melodischen Punkrock zum Chillen auf dem Biergartenareal auf dem Reinholdikirchplatz ein. An der Kinderinsel des VEBU kam auch der vegane Nachwuchs nicht zu kurz.
Zeitweise war es für die Besucher/-innen nahezu unmöglich, an die Auslagen der Infostände heranzukommen, so groß waren Andrang und Interesse. Und gerade auch die kulinarischen Köstlichkeiten waren so sehr begehrt, dass z.B. die geduldigen Fans eines Veggie-Döners vom Spieß bis zu einer Stunde auf den selben in Reih und Glied warteten.
Besonderes Highlight war auch in diesem Jahr die Tombola: bei Gewinnen von Brotaufstrichen über Tassen und T-Shirts bis hin zum veganen Urlaubswochenende waren die Lose, zu haben bei einer Verkäuferin im Plüsch-Elefanten-Kostüm, bereits am frühen Nachmittag ausverkauft.
Friedlich und gut gelaunt feierten viele Tausend Menschen bis in die Abendstunden in Dortmund. Doch das dies nach wie vor Aggressionen schürt, zeigt die Aussage eines vorübergehenden Passanten: „Die sollte man alle hier zusammen in einen Waggon packen und abtransportieren.“ Nicht nur wegen Menschen wie diesem Herrn sondern vor allem für die wachsende Zahl der Engagierten und Interessierten, bleibt zu hoffen, dass sich der Veggie-Street-Day etabliert, wächst und in naher Zukunft vielleicht in mehr als „nur“ zwei Städten stattfinden kann.

Karin Plankl

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