Endlich ist es wieder Frühling!

An Frühling liebe ich am meisten die Sonne, Erdbeeren, Rhabarber und Spargel!

Gestern beim Spazierengehen sind wir an einer Spargelbude vorbeigekommen und haben natürlich eingekauft. Davon gab es unter anderem eine mega-leckere Vorspeise – einen lauwarmen Spargelsalat. Yummy!

Spargelsalat

Spargelsalat für zwei
• 4 Stangen weißer Spargel
• 8 Stangen grüner Spargel (Mischungsverhältnis nach gusto!)
• 1 Avocado
• 2 EL Pinienkerne
• ein paar Blätter Ruccola (aus dem Garten, yeah!)
• 4 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
• 1 TL Salz und Zucker

Für das Dressing:
• 2 EL Weißweinessig
• 1/2 Senf
• 1 TL Agavendicksaft
• 2 EL Olivenöl
• 1 guter Schuß Sojasahne
• 30 ml aufgefangenes Spargelwasser
• Salz und Pfeffer
• Crema con Acetico Balsamico zum Garnieren

1. Kleinen Topf mit Wasser aufsetzen.
2. Den weißen Spargel schälen. Je nach Qualität den grünen im unteren Drittel schälen, der Rest geht so. Bei beiden das holzige Ende abschneiden, den Rest schräg in ca. 5 cm lange Stücke schneiden.
3. Wenn das Wasser kocht, Salz und Zucker dazugeben, Spargel reinschmeißen und in ca. 5 min bissfest kochen lassen. Ob man Salz und Zucker im Kochwasser wirklich braucht, kann ich euch nicht sagen. Ich mach das einfach so ;-)
4. Sind die 5 Minuten rum, Spargel aus dem Wasser fischen und abtropfen lassen.
5. Dressingzutaten in einer größeren Schüssel (mit Deckel) verrühren, noch gut warmen Spargel dazu, vorsichtig umrühren und Deckel drauf. Am Besten jetzt ca. 30 min stehen lassen.
6. In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne hellbraun rösten und zur Seite stellen. Getrocknete Tomaten etwas abtropfen lassen und in schmale Streifen schneiden. Avocado halbieren, Kern raus, schälen und quer in Scheiben schneiden.
7. Zum Schluss Avocado und Ruccola vorsichtig untermischen. Große Teller aus dem Schrank holen, den Salat schön darauf anrichten, mit Pinienkernen und getrockneten Tomaten bestreuen. Schwungvoll mit der Crema ein paar hübsche Krignel auf den Salat zaubern und noch lauwarm munden lassen.

• Der Salat lässt sich wunderbar variieren. Er schmeckt auch ohne Avocado oder Ruccola. Die getrockneten Tomaten können gegen Cocktailtomaten ausgetauscht werden usw.

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Quittenmuffins zum Weltvegantag!


Was macht man mit einer Tüte Quitten, die einem eine Freundin vermacht hat? Quittengelee, Quitten-Chutney, und was noch? Roh essen kann man diese Biester ja nicht … Quittenmuffins! Here we go:

Quittenmuffins
• 500 g Quitten
• 4 EL Grappa
• 150 ml Apfelsaft
• 50 g + 100 g Zucker
• 80 g Margarine
• 200 g Vollkornmehl
• 2 TL Backpulver
• 60 g Haselnüsse
• 1 EL Puderzucker
• 200 g Soja-Joghurt
• 2 Ei-Ersatz (bei mir waren es 2 EL Sojamehl + 4 EL Wasser)
• 12er Muffinsform

Quittenmuffins??? Fragenzeichen auf dem Gesicht meines Kaffee-Partners sagten schon alles … Ein zaghafter Biss in den kleinen Kuchen folgte, die Augenbrauen gingen nach oben und anschließend der Daumen. Tja, wer hätte das gedacht.

Und so geht‘s:
1. Als erstes ist dieKochflüssigkeit dran. Dazu Apfelsaft, Grappa, 50 g Zucker in einem kleinen Topf zum Kochen bringen, Vom Herd nehmen.

2. Als nächstes dann diesen komischen braunen Flaum auf den Quitten mit einem Küchenkrepp abreiben. Dann die Quitten mit einem großen Messer vierteln, Kerngehäuse herausschnitzen und abschließend schälen. Die Viertel dann in ca. 1 cm breite Schnitze schneiden und in die heiße Kochflüssigkeit legen. Topf wieder auf den Herd und bei mittlerer Hitze 7 min kochen lassen (oder so lange, bis die Quitten so gut wie weich sind). Wieder vom Herd nehmen und den Quitten einen kleinen Rausch gönnen, sprich ziehen lassen.

3. Backofen auf 180 C vorheizen.

4. Die Haselnüsse mittelfein hacken, mit dem Puderzucker mischen und zur Seite stellen. Vollkornmehl und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Die Margarine langsam schmelzen lassen und anschließend mit dem Soja-Joghurt, dem angerührten Ei-Ersatz und 100 g Zucker gut verrühren.

5. Die Quitten in ein Sieb geben und abtropfen lassen; dabei etwas vom Saft auffangen. 2 EL davon zum Joghurtgemisch geben und verrühren, der Rest kann weggeschüttet, getrunken oder als Dessertsaucengrundlage herhalten.

6. Jetzt die festen mit den flüssigen Zutaten flott verrühren und ab damit in die Muffinsförmchen. Bei uns haben sich welche aus Silikon gut bewährt, denn dann gibt es nachher keinen Müll.

7. Und jetzt kommt das Finish: die Quitten! Legt immer 3-4 Schnitze auf den Teig und drückt die ein bisschen rein. Da oben drauf kommt dann noch die Nuss-Zucker-Mischung.
Ab damit in den Ofen und 25-30 min backen. Mit etwas Glück karamelisiert der Zucker; bei mir hat das leider nur bedingt funktioniert. Hat aber trotzdem geschmeckt.

Wichtig ist, nach einer kleinen Abkühlzeit die Muffins zuerst aus der Blechform und etwas später aus den Silikonförmchen zu nehmen, denn die fangen sonst an zu schwitzen.

Lecker Frühlinxmampf



Stuttgarter Kokos-Linsen
für 4

von Judith und Reiner, Ox-Kochbuch 4
Foto: Anja Falkenberg
Musik zum Kochen: Max Raabe „Rinderwahn“

• 200 g rote Linsen
• 500 ml Gemüsebrühe
• 400 ml Kokosmilch
• 200 ml Sojamilch
• 1 rote Zwiebel
• 2 Knofizehen
• 400 g Kohlrabi
• 2 mittlere Zucchini
• 2 große Möhren
• 1 Zitrone
• 2 Lorbeerblätter
• Reis für 4
• Olivenöl

1. Das Gemüse je nach kreativem Belieben in Kleinteile zerlegen: Würfel, Scheiben, Schnitze … Zitrone entsaften.

2. Eine Knofizehe mit der zerlegten Zwiebel in Öl andünsten. Linsen und Brühe zugeben und aufkochen. Bei leichter Hitze 12 min quellen lassen. Dann überschüssige Brühe abgießen.

3. Solange die Linsen mit Quellen beschäftigt sind, die andere Knofizehe mit den Lorbeerblättern andünsten. Kleingeteilte Kohlrabi, Zucchini und Möhren dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und 10 min dünsten. Reis aufsetzen nicht vergessen.

4. Gemüse mit Kokosmilch und Sojamilch aufgießen. Gedünstetes Gemüse zu den gequollenen Linsen geben und mit Zitronensaft beträufeln.

5. Den zwischenzeitlich gekochten Reis in vier kleine Salatschüsseln portionieren und Reishügel auf Teller „stürzen“. Die Kokoslinsen drum herum anrichten. Wohl bekomm‘s!

Hurra der Frühling ist da-Marmelade

Die allererste selbstgemachte Marmelade im Jahr ist unsere heißgeliebte Rhabarber-Bananen-Marmelade. Klingt seltsam, sieht nicht unbedingt appetitlich aus, schmeckt aber phantastisch. Solltet ihr unbedingt mal ausprobieren!
Ich persönlich nehme den normalen Gelierzucker, weil mir in dieser 1:2 oder 1:3-Variante zuiel Chemie drin steckt. Aber das muss jedeR selber wissen …

RHBARBER-BANANENMARMELADE
• 800 g Rhabarber
• 200 g reife Bananen (aber nicht matschig)
• 500 g Gelierzucker
• 2 EL Konfigel (oder anderes Geliermittel)

1. Zuallererst den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden (was ’ne Sauerei…). Rhabarber mit einem Schuß Wasser in einen sehr großen Kochtopf geben und weich dünsten – aber unbedingt umrühren, denn das Zeug brennt verdammt schnell an!
2. Als nächstes die Bananen mit einer Gabel zerdrücken. Bananen, Gelierzucker und Konfigel zum Rhabarber dazugeben, unter Rühren aufkochen und so lange weiterblubbern lassen, bis die Marmelade bei der Gelierprobe schnell fest wird (ca. 4 min.).
3. Das fertige Zeug sofort in mit heißem Wasser ausgespülte Twist-off-Gläser füllen und gleich verschließen.

• Schmeckt hyperlecker und verursacht Karies.

Baghrirs – direkt aus dem Dschungelbuch?


Baghrirs mit gerösteten Nüssen in Ahornsirup und veganem Vanilleeis
(Marokkanische Gries-Hefe-Pfannenkuchen)
von Christophe Schében

Passt wunderbar als Dessert zum äthiopischen Eintopf. Macht richtig satt und schmeckt in Kombination mit dem Eis und den Nüssen einfach nur himmlisch!

Rezept für ca. 8 Pfannkuchen:
• 1 Bol (ca. 270 g) Weizenmehl
• 1 Bol (ca. 270 g) Weichweizengries
• 1 Beutel Backpulver
• 2 Bol (ca. 700 ml) Lauwarmes Wasser
• 1/2 Würfel Hefe
• 1 TL Salz
• 2 TL Rohrzucker

Für die Beilagen:
• 1/2 Packung veganes Vanilleeis (z.B. Swedish Glace aus dem Edeka/Marktkauf/Neukauf)
• ca. 100 g gemischte Nüsse
• 6 EL Ahornsirup

Eigentlich nimmt man als Maßeinheit bei diesem Rezept die klassische französische Milchkaffeeschale und die fasst etwa 350 ml. Ich habe versucht, die Angaben in Gramm umzurechnen und hoffe, das passt einigermaßen.
1. Mehl und Gries sieben, in eine Schüssel geben, mit dem Zucker und dem Salz vermengen.
2. Die Hefe in etwa 200 ml lauwarmem Wasser auflösen, zusammen mit den 700 ml Wasser in die Mischung geben und mit einem Schneebesen gut verrühren. Der Teig ist sehr flüssig, ähnlich wie bei Crêpes, also keine Sorge, „des khört sso“. Abdecken und eine Stunde gehen lassen.
3. Nach dieser Stunde den (nun schaumigen) Teig nochmal mit dem Schneebesen durchrühren.
4. Etwas Öl oder vegane Margarine in eine Pfanne geben, auf mittlerer Stufe erhitzen, bis das Öl heiß ist. Einen Schöpflöffel Teig hineingeben und vorsichtig verteilen, so dass der Pfannenboden bedeckt ist. Den Pfannkuchen muss man nicht wenden (ich tu es dennoch, weil es besser aussieht und sich mit Einschränkungen auch im Mund besser anfühlt). Er ist fertig, wenn der Teig nicht mehr flüssig ist, die Ränder leicht braun sind, und sich an der Oberfläche lauter kleine Löcher gebildet haben. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren.
5. Für die Beilagen: Eine Pfanne (ohne Fett!) erhitzen und dann die Nüsse hineingeben und anrösten. Nicht zu hoch erhitzen und aufpassen, dass die Nüsse nicht anbrennen.
Die Nüsse in eine kleine Schüssel geben und mit dem Ahornsirup übergießen und verrühren.
6. Zum Pfannkuchen servieren, dazu etwa 2 Bällchen Eis. Den Pfannkuchen ruhig auch mit Zucker (Rohr- oder Puderzucker) bestreuen.

• Geschmacklich erinnert der Pfannkuchen übrigens an Dampfnudeln.

Atkeult Wat – Was geht?

Dieses leckere klingende äthiopische Rezept hat uns Christophe zugeschickt.
Here we go:

Atkeult Wat – Äthiopischer Gemüsetopf
von Christophe Schében
Musik: SLOUGH FEG „Animal Spirits“
 
• 1/2 Weißkohl
• ca. 300 g Karotten
• ca. 300 g Kartoffeln
• 1 Zwiebel
• 1 TL Kurcuma
• 1 TL Kümmel (notfalls auch gemahlen)
• Salz und Pfeffer zum Abschmecken
• ca. 1 Glas Wasser

Vegan, lecker, simpel und günstig!
1. Den Weißkohl in Streifen und die Karotten in Scheiben schneiden.
2. Die Zwiebel zerkleinern und kurz in etwas Öl anbraten. Gewürze, Weißkohl und Karotten dazu und etwa eine Viertelstunde köcheln lassen.
3. Währenddessen die Kartoffeln in Würfel schneiden.
4. Nach der Viertelstunde die Kartoffeln und etwas Wasser dazugeben und köcheln lassen, bis das Gemüse durch ist. Ab und zu umrühren und evtl. etwas Wasser dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

• Servieren kann man das Ganze z.B. mit Reis oder dünnem Fladenbrot. Mit Reis reicht es für vier.

Tierfrei mampfen ohne Muh und Mäh

Kennt ihr eigentlich schon den vegan-Kochblog unserer Kochen ohne Knochen-Mitstreiterin Daniela? Wenn nicht, wird es höchste Zeit! Hätte ich mich damals nicht in ihre geniales Nussiglinsige Zucchinitorte verliebt, wer weiss, was dann alles nicht passiert wäre … ;-)

Der guten alten Zeiten wegen hier nochmal das Rezept:

für den Boden:
. 200 gr. gekochte rote Linsen
. 100 gr. Buchweizen
. 2 Eßl. Tomatenmark
. 2 Eßl. Öl (Oliven- oder Rapsöl, nach Geschmack)
. Pfeffer, Salz
. Paniermehl, Haselnüsse

für die Füllung:
. 3 mittelgroße Zucchini
. 1 Zwiebel
. 1 Knoblauchzehe
. 150 gr. Cashewkerne
. 2 Eßl. Würz-Hefeflocken
. 1 Eßl. Sojamehl
. Wasser
. Pfeffer, Salz
. Haselnüsse

Die Zubereitung findet ihr dann auf Danielas Blog :-)