Lecker Frühlinxmampf



Stuttgarter Kokos-Linsen
für 4

von Judith und Reiner, Ox-Kochbuch 4
Foto: Anja Falkenberg
Musik zum Kochen: Max Raabe „Rinderwahn“

• 200 g rote Linsen
• 500 ml Gemüsebrühe
• 400 ml Kokosmilch
• 200 ml Sojamilch
• 1 rote Zwiebel
• 2 Knofizehen
• 400 g Kohlrabi
• 2 mittlere Zucchini
• 2 große Möhren
• 1 Zitrone
• 2 Lorbeerblätter
• Reis für 4
• Olivenöl

1. Das Gemüse je nach kreativem Belieben in Kleinteile zerlegen: Würfel, Scheiben, Schnitze … Zitrone entsaften.

2. Eine Knofizehe mit der zerlegten Zwiebel in Öl andünsten. Linsen und Brühe zugeben und aufkochen. Bei leichter Hitze 12 min quellen lassen. Dann überschüssige Brühe abgießen.

3. Solange die Linsen mit Quellen beschäftigt sind, die andere Knofizehe mit den Lorbeerblättern andünsten. Kleingeteilte Kohlrabi, Zucchini und Möhren dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und 10 min dünsten. Reis aufsetzen nicht vergessen.

4. Gemüse mit Kokosmilch und Sojamilch aufgießen. Gedünstetes Gemüse zu den gequollenen Linsen geben und mit Zitronensaft beträufeln.

5. Den zwischenzeitlich gekochten Reis in vier kleine Salatschüsseln portionieren und Reishügel auf Teller „stürzen“. Die Kokoslinsen drum herum anrichten. Wohl bekomm‘s!

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Atkeult Wat – Was geht?

Dieses leckere klingende äthiopische Rezept hat uns Christophe zugeschickt.
Here we go:

Atkeult Wat – Äthiopischer Gemüsetopf
von Christophe Schében
Musik: SLOUGH FEG „Animal Spirits“
 
• 1/2 Weißkohl
• ca. 300 g Karotten
• ca. 300 g Kartoffeln
• 1 Zwiebel
• 1 TL Kurcuma
• 1 TL Kümmel (notfalls auch gemahlen)
• Salz und Pfeffer zum Abschmecken
• ca. 1 Glas Wasser

Vegan, lecker, simpel und günstig!
1. Den Weißkohl in Streifen und die Karotten in Scheiben schneiden.
2. Die Zwiebel zerkleinern und kurz in etwas Öl anbraten. Gewürze, Weißkohl und Karotten dazu und etwa eine Viertelstunde köcheln lassen.
3. Währenddessen die Kartoffeln in Würfel schneiden.
4. Nach der Viertelstunde die Kartoffeln und etwas Wasser dazugeben und köcheln lassen, bis das Gemüse durch ist. Ab und zu umrühren und evtl. etwas Wasser dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

• Servieren kann man das Ganze z.B. mit Reis oder dünnem Fladenbrot. Mit Reis reicht es für vier.

Tierfrei mampfen ohne Muh und Mäh

Kennt ihr eigentlich schon den vegan-Kochblog unserer Kochen ohne Knochen-Mitstreiterin Daniela? Wenn nicht, wird es höchste Zeit! Hätte ich mich damals nicht in ihre geniales Nussiglinsige Zucchinitorte verliebt, wer weiss, was dann alles nicht passiert wäre … ;-)

Der guten alten Zeiten wegen hier nochmal das Rezept:

für den Boden:
. 200 gr. gekochte rote Linsen
. 100 gr. Buchweizen
. 2 Eßl. Tomatenmark
. 2 Eßl. Öl (Oliven- oder Rapsöl, nach Geschmack)
. Pfeffer, Salz
. Paniermehl, Haselnüsse

für die Füllung:
. 3 mittelgroße Zucchini
. 1 Zwiebel
. 1 Knoblauchzehe
. 150 gr. Cashewkerne
. 2 Eßl. Würz-Hefeflocken
. 1 Eßl. Sojamehl
. Wasser
. Pfeffer, Salz
. Haselnüsse

Die Zubereitung findet ihr dann auf Danielas Blog :-)

VeganWonderland Teil 1

Ab sofort gibt’s einmal monatlich einen leckeren „VeganwonderKOK“-Rezept-Tipp für euch! Das Veganwonderland-Team schickt dazu eins ihrer Eigenprodukte in unser Kochlabor, allerdings ganz ohne Tipps und Hinweise zur Zubereitung – unsere Köche sind also ganz auf sich allein gestellt. Wir werden dann versuchen, aus dem Produkt ein möglichst spannendes Gericht zu zaubern und euch das Rezept zu präsentieren. Soeben ist das erste Überraschungspaket bei uns eingetroffen – wir sind dann mal am Herd! Lasst euch überraschen!

Im ersten Überraschungspaket von Veganwonderland waren Burger. Burger! Herrjeh, was stell‘ ich bloss damit an – klar, Burger sind lecker, und mit frischem Brötchen, Salat und Ketchup eine prima Mahlzeit, aber beim Rezept des Monats ist ja wohl ein wenig mehr Kreativität gefragt. Vielleicht in Stücke schnipseln, mit Gemüse anbraten und in einen Wrap wickeln? Das wäre nun aber schade um die schöne runde Form der Burger-Pattys. Hmm… ich hab’s! Es gibt …

Burger im Bohnen-Mais-Bettchen mit Blätterteigpyjama

Dazu braucht ihr:
Veganwonderland-Burger
• 4 Scheiben TK-Blätterteig (veganen Blätterteig gibt’s in jedem Bioladen und auch in den meisten Supermärkten)
• 1 Dose rote Bohnen (Abtropfgewicht 250 g)
• 1 rote Zwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• 1 EL Würzhefeflocken
• 3 EL passierte Tomaten
• 2 EL Mais
• Salz, Paprika, Chili, Kreuzkümmel
• Olivenöl, Sesam

1. Zuerst den Blätterteig aus der Packung nehmen und auf Backpapier ausbreiten. Dann die Zwiebel würfeln und die Knoblauchzehe fein hacken oder durch die Knoblauchpresse jagen.
2. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
3. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Burgerpatties von beiden Seiten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind, dann aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. 4. Die Zwiebeln und den Knoblauch in die Pfanne geben und glasig dünsten. Abgetropfte Bohnen und das Tomatenpüree zugeben, mit Salz, Paprika, Chili und Kreuzkümmel würzen und ein wenig anbrutzeln. Die Bohnenpampe in eine Schüssel geben, Hefeflocken unterrühren und mit einem Kartoffelstampfer und zu einer stückigen Paste zerdrücken. 2 EL Mais unter die Paste rühren.
4. Die angetauten Blätterteigplatten ein wenig ausrollen (am besten legt man Klarsichtfolie auf den Teig, dann klebt er nicht am Nudelholz). 1-2 EL Bohnenpaste in die Mitte zweier Teigvierecke geben, je 1 Burgerpatty draufsetzen, leicht andrücken und von oben auch jeweils mit 1-2 EL Paste bestreichen. Den Teig rund um den Burger leicht mit Olivenöl anpinseln und von oben mit einem zweiten Blätterteig-Viereck zudecken. Die Ränder fest andrücken (Geheimtip – die Plastik-Haube einer 50er-CD-Spindel hat genau die richtige Größe. Einfach von oben draufdrücken und die überschüssigen Teig-Eckchen wegschneiden, dann nochmal die Ränder fest zusammendrücken). Mit ein wenig Öl bepinseln, Sesam aufstreuen und für ca. 20 Minuten im heißen Ofen parken, bis der Blätterteig anfängt zu bräunen.
5. Blätterteigburger aus dem Ofen nehmen und genüsslich mit Pommes und Salat verspachteln.

Fotos und Rezept: Daniela Mohr

Frühherbst wir kommen!

Eine gute Seite hat der Herbst ja – es gibt wieder Kürbis, juche! Wir haben gestern in der KoK-Versuchsküche leckere Quiche gemacht. Probiert das Rezept doch einfach auch mal aus :-)

Kürbis-Quiche
Musik zum Kochen: FRONTIER(S) there will be no miracles here

– 200 g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
– 3 EL Wasser
– 0,5 TL Salz
– 120 g harte Margarine (z.B. Alsan)
– ca. 1 kg Butternutkürbis (Hokkaido oder anderer geht natürlich auch)
– 2 Zwiebeln
– 2 Knoblauchzehen
– 2 TL Curry
– 1 Topas Spacebar Chorizo
– Rapsöl
– 150 g Cashewkerne, ungesalzen
– Wasser
– 2 EL Hefeflocken
– 1 EL vollfettes Sojamehl
– Salz, Pfeffer, Muskat

1. Bevor ihr mit dem Schnibbeln loslegt, ist erstmal der Teig dran, denn der muss sich gleich noch mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank entspannen. Dazu Vollkornmehl, kleingestückelte kalte Margarine, Salz und Wasser in eine Schüssel geben und zügig mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der sollte nicht kleben, aber auch nicht bröselig sein. Zur Not noch etwas Wasser oder Mehl dazugeben. In eine Klarsichtfolie einwickeln und ab damit in den Kühlschrank.
2. So, jetzt könnt ihr euch in Ruhe dem Rest widmen. Schnappt euch den Kürbis, zerteilt ihn in 4-6 handliche Stücke, schneidet die Schale ab (das geht prima mit einem Kartoffelschäler) und entfernt das Kerngedöns. Jetzt das Fleisch noch in ca. 1 cm große Würfel schneiden, fertig.
3. Pfanne mit Deckel aus dem Schrank holen, etwas Öl rein, erhitzen, Kürbis dazu, Deckel drauf und ab und an umrühren oder wahlweise schwenken. Der Kürbis braucht jetzt ca. 15 min auf gemässigter Flamme bis er weich ist.
4. In der Zwischenzeit sind Zwiebel und Knoblauch dran. Beides schälen und fein würfeln. Dann eine kleine Pfanne auf den Herd werfen, wieder etwas Öl rein und Zwiebel und Knoblauch ein paar Minuten bei nicht zu großer Hitze glasig anbraten. Zum Schluss das Currypulver unterrühren und zur Seite stellen.
5. Was fehlt noch? Die Sauce! Dazu die Cashewnüsse in einen hohen Rührbecher geben, etwas Wasser dazu und brutal mit dem Pürierstab alles kurz und klein machen. Wer hier nicht aufpasst, veranstaltet schnell ne große Sauerei, also besser nicht zu stürmisch mit dem Pürierstab hantieren. Nach und nach soviel Wasser zugeben, bis ihr eine Konsistenz zwischen aufgeschlagener Milch und Joghurt habt. Hefeflocken und Sojamehl dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat ordentlich würzen.
6. Die halbe Stunde müsste jetzt ungefähr um sein. Ofen schon mal auf 200 Grad Ober-/Unterhitze anwerfen. Teig aus dem Kühlschrank nehmen, und eine Kuchenspringform in den Tiefen des Küchenschranks suchen. Diese dann einfetten und den Teigklops reinsetzen, gleichmäßig flachdrücken und ein bisschen Rand hochziehen. Geschafft? Dann dürft ihr den Teig jetzt etwas quälen und mit einer Gabel an verschiedenen Stellen anpieksen.
7. Wir nähern uns dem Finale: die Zwiebelmischung gleichmässig auf dem Boden verteilen. Dann den Spacebar aus der Hülle quetschen und über dem fertigen Kürbis in kleine Stücke schneiden. Jetzt noch die Cashewsahne mit dem Kürbis vermischen, über die Zwiebeln kippen und glattstreichen. Ab damit in den warmen Ofen und 30 min warten, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Rausnehmen, etwas abkühlen lassen, Quiche in Kuchenstücke schneiden und glücklich sein.

– Die Körner, die ihr auf dem Foto seht, sind Kreuzkümmel. Kann man, muss man aber nicht draufmachen. Ich fand’s eher lästig im Mund.
– Dazu ist ein leckerer Salat Pflicht.
– Schmeckt am nächsten Tag auch kalt oder kurz aufgewärmt noch lecker!
– Könnt ihr keinen Spacebar Chorizo bekommen, geht sicher auch Räuchertofu.

in the mood for miso-green-wok

Irgendwie hab ich es gerade mit japanisch… Naja, wer in Düsseldorf wohnt, der weiss, dass es hier von Japanern wimmelt. Und der weiß auch, dass es hier mehr Angebote japanischer Kultur gibt, als die Schickie-Sushi-Bars, die eher von nicht schlitzäugigen Blondinen und Brünetten bevölkert werden. Ich fand jedenfalls alles an vegetarischen Varianten (oder das was ich dafür gehalten habe) sehr lecker. Jetzt bin ich irgendwie auf den Trichter gekommen, mich doch mal selbst damit zu beschäftigen.

Leider hatte ich nicht die Zeit noch ein Foto zu machen, hier aber trotzdem das Rezept:

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Sexy Bärlauchpasta

Juhu! Endlich kommt der Frühling und damit auch der Bärlauch in Wald und Garten. Für alle, die sich fragen was zum Teufel man mit dem Grünzeug eigentlich macht, gibt es jetzt ein sehr leckeres Rezept für 2:

• 250 g Spaghetti
• ca. 50 frische Bärlauchblätter ohne Stiel
• 1 kleine Zwiebel
• 1 Biozitrone
• ca. 100 ml Gemüsebrühe
• ca. 1/2-3/4 Packung Hafer Cuisine oder Sojasahne
• Salz und Pfeffer
• Olivenöl

1. Als erstes setzt ihr am besten das Nudelwasser auf, denn das dauert am längsten.
2. Danach Zwiebel fein würfeln, Zitrone waschen und Schale fein abreiben. Den Bärlauch ebenfalls waschen, abtrocknen und fein hacken.
3. Ist die Pasta im Topf, geht es mit der Sauce weiter. Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Gemüsebrühe und Hafersahne dazu und leicht köcheln lassen.
4. Wenn die Pasta fast fertig ist, gebt ihr die Zitroneschale und den Bärlauch in die Sauce und schmeckt das Ganze mit Salz und Pfeffer ab. Zum Schluss noch ca. 1 EL Zitronensaft dazu oder soviel wie ihr mögt. Wem die Sauce zu dick oder zu wenig ist, der kann noch was von der Hafersahne dazu kippen.
5. Spaghetti abgießen, in die Sauce schmeissen und gut verrühren. Auf zwei Teller verteilen und schmecken lassen.

Dazu passt Baguette, Ciabatta oder ähnliches und ein gut gekühlter Weißwein.