VeganWonderland Teil 1

Ab sofort gibt’s einmal monatlich einen leckeren „VeganwonderKOK“-Rezept-Tipp für euch! Das Veganwonderland-Team schickt dazu eins ihrer Eigenprodukte in unser Kochlabor, allerdings ganz ohne Tipps und Hinweise zur Zubereitung – unsere Köche sind also ganz auf sich allein gestellt. Wir werden dann versuchen, aus dem Produkt ein möglichst spannendes Gericht zu zaubern und euch das Rezept zu präsentieren. Soeben ist das erste Überraschungspaket bei uns eingetroffen – wir sind dann mal am Herd! Lasst euch überraschen!

Im ersten Überraschungspaket von Veganwonderland waren Burger. Burger! Herrjeh, was stell‘ ich bloss damit an – klar, Burger sind lecker, und mit frischem Brötchen, Salat und Ketchup eine prima Mahlzeit, aber beim Rezept des Monats ist ja wohl ein wenig mehr Kreativität gefragt. Vielleicht in Stücke schnipseln, mit Gemüse anbraten und in einen Wrap wickeln? Das wäre nun aber schade um die schöne runde Form der Burger-Pattys. Hmm… ich hab’s! Es gibt …

Burger im Bohnen-Mais-Bettchen mit Blätterteigpyjama

Dazu braucht ihr:
Veganwonderland-Burger
• 4 Scheiben TK-Blätterteig (veganen Blätterteig gibt’s in jedem Bioladen und auch in den meisten Supermärkten)
• 1 Dose rote Bohnen (Abtropfgewicht 250 g)
• 1 rote Zwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• 1 EL Würzhefeflocken
• 3 EL passierte Tomaten
• 2 EL Mais
• Salz, Paprika, Chili, Kreuzkümmel
• Olivenöl, Sesam

1. Zuerst den Blätterteig aus der Packung nehmen und auf Backpapier ausbreiten. Dann die Zwiebel würfeln und die Knoblauchzehe fein hacken oder durch die Knoblauchpresse jagen.
2. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
3. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Burgerpatties von beiden Seiten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind, dann aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. 4. Die Zwiebeln und den Knoblauch in die Pfanne geben und glasig dünsten. Abgetropfte Bohnen und das Tomatenpüree zugeben, mit Salz, Paprika, Chili und Kreuzkümmel würzen und ein wenig anbrutzeln. Die Bohnenpampe in eine Schüssel geben, Hefeflocken unterrühren und mit einem Kartoffelstampfer und zu einer stückigen Paste zerdrücken. 2 EL Mais unter die Paste rühren.
4. Die angetauten Blätterteigplatten ein wenig ausrollen (am besten legt man Klarsichtfolie auf den Teig, dann klebt er nicht am Nudelholz). 1-2 EL Bohnenpaste in die Mitte zweier Teigvierecke geben, je 1 Burgerpatty draufsetzen, leicht andrücken und von oben auch jeweils mit 1-2 EL Paste bestreichen. Den Teig rund um den Burger leicht mit Olivenöl anpinseln und von oben mit einem zweiten Blätterteig-Viereck zudecken. Die Ränder fest andrücken (Geheimtip – die Plastik-Haube einer 50er-CD-Spindel hat genau die richtige Größe. Einfach von oben draufdrücken und die überschüssigen Teig-Eckchen wegschneiden, dann nochmal die Ränder fest zusammendrücken). Mit ein wenig Öl bepinseln, Sesam aufstreuen und für ca. 20 Minuten im heißen Ofen parken, bis der Blätterteig anfängt zu bräunen.
5. Blätterteigburger aus dem Ofen nehmen und genüsslich mit Pommes und Salat verspachteln.

Fotos und Rezept: Daniela Mohr

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Gute Nachrichten für Pommesvegetarier?

Eine gute Alternative?

Im Heft hatten wir dazu aufgerufen, uns Erfahrungsberichte zum neuen vegetarischen Burger aus dem Sortiment von McDonald’s zu schicken. Unser Leser Oliver D. Hillen hat sich todesmutig nicht nur auf den Veggieburger gestürzt, sondern auch noch auf die Konkurrenzprodukte anderer Fastfood-Ketten. Hier ist, was er zu berichten hat:

„Die Zusammensetzung [des Veggieburgers] sieht wie folgt aus: Brötchen und ein Fetzen Salat (ähnlich wie beim Chickenburger). Dazu eine Art Joghurtsoße oder majoähnliches Zeug, das nicht wirklich schmeckt und sicher Ei und Milch enthält. Dazu eine Scheibe des ätzenden Scheiblettenkäses (ist das eigentlich der berüchtigte Analogkäse?), was jetzt auch nicht so richtig veggie ist.
Und nun die „Frikadelle“ – Da gibt es doch heutzutage tolle Möglichkeiten von frittiertem Soja, Dinkelbratlinge, Tofufrikadellen, mit Gewürzen und Gemüse drin. Aber was macht McDoof? Eine undefinierbare Pampe aus Kartoffeln, Mais, Möhren oder so was in der Art, einmal frittiert, völlig überpfeffert, um es nach irgendwas schmecken zu lassen. Matschig und nicht absolut nicht ansehnlich vermischt sich das ganze mit der Majopampe.
Warum kann man da nicht einen Sojabratling mit nem Schuß Ketchup und Senf, nem Stück Gurke versehen und quasi die Veggievariante des normalen Hamburgers machen? Nein, da muss was her, was aussieht, als wäre es gesund und die Sauce muss irgendwie nach Joghurt aussehen, damit es Frauen anspricht.
Ganz ehrlich, ein Fleischfresser, der sich denkt „Oh, vegetarisch, das ist grün, das ist gut für mein Gewissen, das probier ich mal, vielleicht schmeckt’s ja gut“… Nach dem Veggieburger wird er wissen, warum er weiter Tiere verspeist und sich nie wieder an Tofu oder ähnliches rantrauen. Taugt nur als abschreckendes Beispiel.

Der Country Burger bei Burger King ist wesentlich größer, aber auch teurer und nur geringfügig besser. Das Gleiche bei Subway mit dem Veggie Patty, alles die gleiche Kartoffel, Mais, Bohnenmatsche, frittiert, hier machen wenigstens die vielen Salatvariationen, die man dazu wählen kann, einiges wett. Geht für einen Vegetarier aber trotzdem alles nur, wenn man nachts vom Feiern kommt und der Falafel-Imbiss schon zu hat.

Auch erstaunlich ist, dass sowohl bei Subway als auch bei BK die vegetarischen Alternativen nicht beworben werden, sondern nur ganz unten klein auf der Karte zu suchen sind. Da betreibt McD schon konsequenteres Greenwashing und macht mit dem Veggie-Ekel einen auf sehr bewusste Ernährung.“

Andere Meinung? Beifall für Oliver? Eure Erfahrungsberichte sind natürlich immer noch willkommen. Hinterlasst einfach einen Kommentar oder schreibt eine E-Mail an office@kochenohneknochen.com.