Gute Nachrichten für Pommesvegetarier?

Eine gute Alternative?

Im Heft hatten wir dazu aufgerufen, uns Erfahrungsberichte zum neuen vegetarischen Burger aus dem Sortiment von McDonald’s zu schicken. Unser Leser Oliver D. Hillen hat sich todesmutig nicht nur auf den Veggieburger gestürzt, sondern auch noch auf die Konkurrenzprodukte anderer Fastfood-Ketten. Hier ist, was er zu berichten hat:

„Die Zusammensetzung [des Veggieburgers] sieht wie folgt aus: Brötchen und ein Fetzen Salat (ähnlich wie beim Chickenburger). Dazu eine Art Joghurtsoße oder majoähnliches Zeug, das nicht wirklich schmeckt und sicher Ei und Milch enthält. Dazu eine Scheibe des ätzenden Scheiblettenkäses (ist das eigentlich der berüchtigte Analogkäse?), was jetzt auch nicht so richtig veggie ist.
Und nun die „Frikadelle“ – Da gibt es doch heutzutage tolle Möglichkeiten von frittiertem Soja, Dinkelbratlinge, Tofufrikadellen, mit Gewürzen und Gemüse drin. Aber was macht McDoof? Eine undefinierbare Pampe aus Kartoffeln, Mais, Möhren oder so was in der Art, einmal frittiert, völlig überpfeffert, um es nach irgendwas schmecken zu lassen. Matschig und nicht absolut nicht ansehnlich vermischt sich das ganze mit der Majopampe.
Warum kann man da nicht einen Sojabratling mit nem Schuß Ketchup und Senf, nem Stück Gurke versehen und quasi die Veggievariante des normalen Hamburgers machen? Nein, da muss was her, was aussieht, als wäre es gesund und die Sauce muss irgendwie nach Joghurt aussehen, damit es Frauen anspricht.
Ganz ehrlich, ein Fleischfresser, der sich denkt „Oh, vegetarisch, das ist grün, das ist gut für mein Gewissen, das probier ich mal, vielleicht schmeckt’s ja gut“… Nach dem Veggieburger wird er wissen, warum er weiter Tiere verspeist und sich nie wieder an Tofu oder ähnliches rantrauen. Taugt nur als abschreckendes Beispiel.

Der Country Burger bei Burger King ist wesentlich größer, aber auch teurer und nur geringfügig besser. Das Gleiche bei Subway mit dem Veggie Patty, alles die gleiche Kartoffel, Mais, Bohnenmatsche, frittiert, hier machen wenigstens die vielen Salatvariationen, die man dazu wählen kann, einiges wett. Geht für einen Vegetarier aber trotzdem alles nur, wenn man nachts vom Feiern kommt und der Falafel-Imbiss schon zu hat.

Auch erstaunlich ist, dass sowohl bei Subway als auch bei BK die vegetarischen Alternativen nicht beworben werden, sondern nur ganz unten klein auf der Karte zu suchen sind. Da betreibt McD schon konsequenteres Greenwashing und macht mit dem Veggie-Ekel einen auf sehr bewusste Ernährung.“

Andere Meinung? Beifall für Oliver? Eure Erfahrungsberichte sind natürlich immer noch willkommen. Hinterlasst einfach einen Kommentar oder schreibt eine E-Mail an office@kochenohneknochen.com.

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