Topinambur-Kürbis-Süppchen

Kennt von euch jemand Topinambur? Wird auch gerne Erdbirne oder Jerusalem-Artischocke genannt und ist bevorzugt beim Biobauern zu bekommen. Ich kann Topinambur nicht wirklich leiden, aber wir haben eine ganze Tüte voll geschenkt gekriegt und wegschmeissen wollte ich die auch nicht. Der Rohkostsalat wurde binnen Millionstel Sekunden garstig braun, aber diese Suppe hier hat mir erstaunlich gut geschmeckt und mit den Chips dazu ist es echt lecker. Aber probiert selbst!

Topinambur-Kürbis-Süppchen
für 4 als Vorspeise, für 2 zum Sattwerden

• 350 g Topinambur + 2 größere Knollen extra
• 350 g Hokkaido-Kürbis
• 1 Zwiebel
• Öl
• Gemüsebrühe
• 1 Packung Soja- oder Hafersahne
• Salz und Pfeffer
• ein Schuss Sojasauce
• Chili, wer mag
• evtl. Sojamilch

Eines muss ich gleich vorweg sagen: das Mischungsverhältnis von Topinambur und Kürbis ist nur so ungefähr und nach Belieben variierbar. Und: Topinamburknollen müssen verdammt gut geschrubbt werden, denn die Erde haftet ziemlich hartnäckig daran. Los geht’s:
1. Topinambur unter fliessendem Wasser gut abbürsten. Kürbis entkernen und samt Schale in spielwürfelgrosse Klötzchen schneiden. Zwiebel auch würfeln. Zum Schluss die beiden übrigen Topinamburknollen ungeschält auf einem Gurkenhobel in Scheiben schneiden.
2. Öl in einen Topf geben und Zwiebeln darin etwas andünsten. Kürbis und die mittlerweile bestimmt schon braunen Topinamburwürfel dazu, gut umrühren und ein paar Minuten mitbrutzeln lassen.
3. Mit soviel Gemüsebrühe aufgießen, dass alles gut bedeckt ist. Solange köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
4. In der Zwischenzeit könnt ihr reichlich Öl (ca. 1-2 cm hoch) in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Die beiden restlichen Topinamburknollen wieder gut unter Wasser abbürsten und anschließend in dünnen Scheiben hobeln. Wenn das Öl heiß ist, die Scheiben portionsweise reingeben und in ca. 2-3 Minuten frittieren. Flott wieder rausnehmen, bevor sie zu braun werden. Auf einem Küchenkrepp abfetten lassen und anschließend leicht salzen.
5. Ist der Suppentopfinhalt weich, könnt ihr das Zeug mit einem Mixstab pürieren. Vorher aber noch die Sahne reinkippen. Anschließend mit Salz, Pfeffer, Sojasauce und evtl. Chili würzen, aber nicht mehr aufkochen.
6. Wer es jetzt total chefmäßig mag und einen Milchaufschäumer zuhause hat, kann kurz vor dem Servieren etwas Sojamilch aufpimpen.
7. Suppe in Schüsseln geben, Milchschaumwölkchen auf die Suppe setzen und Topinamburchips in einer extra Schale dazu reichen. Bitte nicht in die Suppe werfen, das wäre zu schade.

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Menü 2050 – Wer kocht die Suppe?

Liebe Freunde des guten Essens und einer fairen Weltagrarwirtschaft,

am 24. und 25. Oktober sendet der WDR 5 im Rahmen der ARD-Themenwoche ESSEN IST LEBEN ein Feature von Tanja Busse über die Zukunft unserer Ernährung.

WDR 5, Sonntag, 24. Oktober 2010, 11.05 – 12.00 Uhr
WDR 5, Montag, 25. Oktober 2010, 20.05 – 21.00 Uhr

Wird es im Jahr 2050 noch Häuser mit Küchen geben? Mit den günstigen Nahrungsmitteln wird es vorbei sein, sobald das Öl knapp wird. Die globalisierte Agrar- und Ernährungsindustrie braucht den Rohstoff als Treibstoff für den Transport und als Grundlage für billigen Kunstdünger und Pestizide. Trotzdem forscht die Industrie weiter an teurem Designer-Food. Pharma-, Agro- und Lebensmittelkonzerne entwickeln Nahrungsmittel, die genau auf unsere individuellen genetischen Veranlagungen abgestimmt sind. Wer wird sich das leisten können? Müssen wir wieder Getreide und Gemüse im eigenen Garten anbauen, um vorzusorgen für die neue Knappheit?

Im-Büro-posen-Suppe die Zweite

Es ist wieder Sonntag! Und mit einer neuen Woche gibts auch eine neue Suppe:

Kresse-Meerettich-Süppchen

– 1 Zwiebel
– 1 großer Apfel
– 300 g Kartoffeln
– 2 Kästen Kresse
– geriebener Meerettich im Glas
– Ölivenöl
– 750 ml Gemüsebrühe
– 150 ml Sojamilch (ungesüsst)
– Salz, Pfeffer

DIe Zwiebel kleinhacken und in etwas Olivenöl im Topf glasig braten. Den Apfel zusammen mit den Kartoffeln kleingeschnitten dazugeben, kurz mitbraten, dann 750 ml Gemüsebrühe hinzugeben und 20 Minuten kochen lassen. Den Topf von der Herdplatte nehmen, 2 TL Meerettich, 150 ml Sofamilch und den Schnitt von 2 Kästen Kresse in die Brühe geben. Pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, geniessen. (Man sollte allerdings einen leicht säuerlichen Geschmack schon mögen…)

Lieblingsuppe

Das Wetter hat sicher seinen Teil dazu beigetragen, dass ich es mir zur Gewohnheit gemacht habe, Sonntag Nachmittags ein Süppchen zu kochen, das im Laufe der Woche peu à peu verspeist wird. So wird das Restgemüse der letzten Woche verwertet und eine schnelle Mahlzeit fürs Büro steht auch immer bereit.
Außergewöhnlich und besonders lecker ist diese hier:

Pastinaken-Birne-Creme

– 500 g Pastinaken
– 1 Kartoffel (normalgroß)
– 2 Zwiebeln
– 2 große Birnen
– 2 TL gemahlener Koriander (Gewürzpulver)
– 1 Bund frischer Koriander
– Gemüsebrühe
– Sojamilch (ungesüßt)
– Salz, Pfeffer,
– Olivenöl

Zwiebeln in etwas Olivenöl andünsten. Pastinaken, Kartoffel, Birne kleingeschnitten mit 2 TL Koriandergewürz dazugeben, kurz dünsten lassen.
Das Ganze dann mit 1 Liter Gemüsebrühe auffüllen und 45 Minuten Kochen lassen. Im Anschluß mit Salz und Pfeffer abschmecken, 1 Kaffeebecher voll Sojamulch durchrühren. Viel frischen Koriander hinzugeben, schmecken lassen…