KoK #22 kommt am Freitag vom Druck :-)

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Alles neu macht der Februar! Unsere Nummer 22 kommt mit einem aufgehübschten Cover – wir hoffen, es gefällt euch :-)

Hier ein Überblick über die Themen unserer Nr. 22, die ab dem 18.02. bei euch Leser*innen und am Kiosk ist:

Die Titelgeschichte haben wir Sophia Hoffmann und ihrer „happy vegan cuisine“ gewidmet. Unter der Überschrit Werde Selbermacher gibt es Tipps von Stina Spiegelberg. In Vegan ist nicht teuer räumen wir mit dem Vorurteil auf, dass diese Lebensweise teuer sei. Dazu passt auch der Artikel Supermarkt vs. homemade zu Lisa Pfleger und ihrem Experiment Selbstversorgung.

Sind Veganer bessere Menschen? fragen wir angesichts einer Studie über den Zusammenhang von Fleischkonsum und Vorurteilen. Und ebenfalls um die Forschung über vegan lebende Menschen geht es in Typisch vegan Was die Forschung über uns weiß. Handfeste Tipps bekommt ihr von Björn Moschinski in seiner neuen KoK-Kolumne Vegan kochen. Und auch Colin Goldner ist wieder mit seiner Rage and Reason-Kolumne dabei, diesmal zum Thema Hundeernährung. Ein weiterer Standard ist Thomas Adam mit seinen Beobachtungen aus dem Alltag eines veganen Kochs. Und auch Human Animals von Roland Straller darf nicht fehlen.

Wie lebt es sich Vegan auf Mallorca? Stephanie Kindermann berichtet davon in einem Interview. Und The Advocacy of Veganism Society betätigt sich als Anwälte für Tiere. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und vegan? Keine Liebesbeziehung, aber es bewegt sich was, wie wir bei einer Tagung herausfanden.

Dazu kommt ein Bericht über die Kölner Vurst-Manufaktur Der Gute Heinrich, ein Interview mit dem Sojanista-Meister Signor Verde und ergänzend dazu unsere Testrubrik, diesmal mit Sojamilch für Cappuccino. Außerdem Rezepte, Kochbuchvorstellungen, Restauranttests und vieles andere.

Neugierig geworden? Hier gibt’s das Heft – zum Sofortlesen als PDF-Download oder versandkostenfrei per Post:
http://www.ox-fanzine.de/web/kochen_ohne.1791.html

Kochen ohne Knochen meets BioGourmetClub

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Zum dritten Mal fand am 26.08. in Köln im BioGourmetClub der vegane Kochkurs in Zusammenarbeit mit Kochen ohne Knochen statt. Mit dabei waren diesmal Daniela vom Kochen ohne Knochen Magazin und die Gewinnerin des Verlosungsplatzes, Steffi.

BIOSpitzenköchin Mayoori Buchhalter begann mit einer Einleitung über gesundheitliche Aspekte der vegetarischen und veganen Kost und wir konnten die Gelegenheit nutzen, sie mit Fragen zur veganen Ernährung und deren Zutaten zu löchern.

Fast noch schöner als das gemeinsame Essen zum Schluss war aber der Hauptakt: Das gemeinsame Kochen! In Gruppen eingeteilt bereiteten wir unter Mayooris Anleitung und mit Hilfe ihres Teams verschiedene Gerichte zu: als Vorspeise gab es Suppe mit Olivengremolata und zwei Salaten, als Hauptgericht Seitangulasch und Mohn-Polenta, dazu eine Paste aus Umeboschi und Tahini und zum Schluss Schokomousse und Pflaumenkuchen. Am Ende des Abends packten wir uns alle noch etwas für den nächsten Tag ein und sinnierten darüber, wie sehr ein gemeinsames Essen in großer Runde Spaß macht, gemeinsames Kochen aber fast noch mehr!

7. Vegan-Vegetarisches Sommerfest in Berlin

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Berlin feiert vom 29. bis 31. August!
An rund 70 Info-, Gastro- und Verkaufsständen warten internationale Leckereien, vegane Bio- und Rohkost-Spezialitäten, tierversuchsfreie Kosmetik, Mode sowie lederfreie Accessoires auf die Besucher.

© VEBU Vegetarierbund Deutschland _Vegan-Vegetarisches Sommerfest_ Besucher_3

Interessierte können sich bei Organisationen wie ‚Sea Shepherd‘, ‚Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt‘, ‚VEBU‘,’Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg‘ und vielen weiteren über die Themen Tierschutz und Tierrechte, Umwelt sowie Ernährung und Gesundheit umfassend informieren. Im Kongresszelt werden Vorträge und Workshops angeboten. Auf der Bühne gibt es ein Musik- und Showprogramm und ein betreutes Kinderprogramm sorgt für Spaß bei den jüngsten Gästen.

Was: Vegan-Vegetarisches Sommerfest
Wann: Freitag, 29. August, bis Sonntag, 31. August 2014
Freitag, 29. August 2014, 12.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 30. August 2014, 10.00 bis 20.00 Uhr
Sonntag, 31. August 2014, 12.00 bis 19.00 Uhr
Wo: Alexanderplatz, 10178 Berlin
Info: http://www.veggie-sommerfest.de

Foto: © VEBU Vegetarierbund Deutschland

Die erste vegane Flusskreuzfahrt – so war’s

Rhein

Vom 20. bis 23. August ging es von Köln nach Basel auf die erste rein vegane Flusskreuzfahrt – und Kochen ohne Knochen war dabei.

Erstaunlich war schon bei der Einschiffung in Köln, direkt an der Altstadt, das bunte Bild auf Deck: nicht das bei solchen Fahrten übliche gutsituierte Rentnerpublikum stand da, sondern ein buntes Völkchen zwischen 20 und 70, von der Irokesenrägerin über bunt Tätowierte und Familien mit Kindern bis zum eher den Erwartungen entsprechenden Ruheständler. Um 18 Uhr hieß es „Leinen los!“, Köln und Bonn zogen an den Fenstern vorbei, während im Salon das erste Abendessen serviert wurde und die Küchencrew ihre Feuerprobe zu bestehen hatte. Denn Veganer sind nunmal „Foodies“, und wenn das Essen schon im Vordergrund steht, muss genau das auch stimmen. Unter Aufsicht und Anleitung von Kristina und Gerrit Mohr vom Catering-Team „untervegs“ werkelte in den Tiefen des Schiffes die gewohnte Mannschaft und musste so einige neue Tricks lernen. Die Feuerprobe bestand das Küchenteam, das sich vom Berliner Vegan-Spitzenkoch und Kochbuchautor Björn Moschinski („Mio Matto“) beraten ließ, mit Bravour, und auch der – natürlich vegane – Hauswein schmeckte.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, wenn man um 6 Uhr die Vorbeifahrt an der Loreley vom wenig sonnigen Sonnendeck aus genießen wollte, die luxuriösen Kabinen der „Amadeus Silver“ boten jedoch – die richtige (linke) Seite des Schiffs vorausgesetzt, den Luxus, durch die deckenhohen Fenster auch aus dem Bett heraus die malerische Landschaft genießen zu können. Das erste Frühstücksbüffet war dann so reichhaltig wie alle weiteren – verhungern, das war schnell klar, würde auf diesem Schiff ausnahmsweise mal kein vegan lebender Mensch. Das Alleinstellungsmerkmal der Fahrt war also geglückt: „Pflanzenfresser“ ausnahmsweise mal nicht als Bittsteller mit nervigen Sonderwünschen abzufertigen, sondern alles – inklusive der Seife in den Kabinen – auf deren Bedürfnisse auszurichten. Am Vormittag war dann in Rüdesheim eine interessante Exkursion zu einem veganen Winzer geboten, bevor schon wieder gegessen werden „musste“, Kaffee und Kuchen bald darauf nicht zu vergessen, und dann auch schon wieder Abendessen … Ein gewisses Völlegefühl „plagte“ schon jetzt so manchen Reisenden, und die vegane Cocktailkarte in der Panoramabar lockte auch noch …

Als Abendprogramm wurde Marc Pierschels Dokumentarfilm „Live and let live“ über die vegane Ideenwelt aufgeführt, dem sich eine Talk-Runde mit Björn Moschinski anschloss, bei der dieser über seinen Werdegang erzählte, sein Engagement für Tierrechte und die Arbeit in seinem Berliner Restaurant. Es folgte gegen Mitternacht eine Kochshow des dreadlockigen Berliners, und als Überraschung gab es für die Mitreisenden eine vegane Weltpremiere: Moschinski hatte zur Vorpremiere kiloweise eines neuentwickelten veganen Kasslers aufs Schiff bringen lassen. Ein erstaunlich „echtes“ Esserlebnis – selbst für eingefleischte Tieresser gibt es bald keinen Grund mehr, aus Geschmacksgründen auf Geschlachtetes zurückgreifen zu müssen. Nach der späten Mahlzeit musste Moschinski dann noch auf dem kalten Sonnendeck seinen Beitrag zum „Icebucket“-Contest absolvieren: auf Einladung seines Freundes Tim Bendzko bekam er für eine gute Sache einen Kübel Eiswasser über den Kopf gekippt.

Am nächsten Tag stand Straßburg auf dem Programm: eine kulturell interessante Stadt, die allerdings mt dem Makel des ganzen Elsass geschlagen ist: monströse Fleischplatten auf Sauerkraut gelten hier als Delikatesse, ebenso wie die Barbarei der Gänseleberpastete, und entsprechend „tot“ präsentiert sich das kulinarische Angebot. Wer Deutschland für eine vegane Diaspora hält, war noch nie in Frankreich … Immerhin, mit „Un Fleur des Champs“ wurde ein Restaurant gefunden, das zumindest vegane Gerichte anbietet – und parallel Fisch! Verstehe einer diese Franzosen … Zurück auf dem Schiff ging die Völlerei weiter, es war schon der letzte Abend an Bord, so dass sich die Küche noch ein kleines bisschen mehr Mühe gab und fünfgängig brillierte. Schon während des Essens ging Annette Klietz vom Kölner Veganshop „Vegane Zeiten“ mit dem Sektkühler herum, um für den Erdlingshof zu sammeln. Die über 150 Mitreisenden ließen sich nicht lumpen, knapp tausend Euro kamen zusammen – und es sollte noch mehr werden: Björn Moschinski spendete drei Kochbücher, die dann in einem beinahe zweistündigen Versteigerungsmarathon (die amerikanische Version) von Auktionator (und Kreuzfahrtveranstalter) Dirk Bocklage auf zusammen rund 700 Euro getrieben wurden. Spenden-Endstand für den Erdlingshof: knapp 1700 Euro!

Am nächsten Tag war dann schon das Ende der Reise gekommen, die geprägt war von vielen netten Bekanntschaften, kulinarischen Erlebnissen und wunderschönen Bildern – der Rhein bietet, wenn man nicht gerade an Chemieanlagen oder einem (abgeschalteten) AKW vorbeifährt, eine Bilderbuchkulisse, die man bei gerade mal Fahrradgeschwindigkeit an sich vorbei ziehen lassen kann. Nach dem Frühstück wurde mitten in Basel ausgeschifft, und es bot sich an, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Im Gegensatz zu Straßburg ist das vegane Angebot hier reichhhaltig, Tibits etwa ist hier (und in anderen Städten der Schweiz) unbedingt einen Besuch wert.

Bleibt als Fazit nur anzumerken, dass Dirk, Kristina und Gerrit einen sehr guten Job gemacht haben, die Flusskreuzfahrtpremiere ein voller Erfolg war und man sich darauf freuen kann, dass über Ostern 2015 diese Idee eine Fortsetzung findet, dann in Holland und Belgien.
Joachim Hiller

http://vegane-flusskreuzfahrten.de